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Zeit als größtes Geschenk

Volksbank Offenburg wird für soziales Engagement ausgezeichnet

330 Mitarbeiter, 52 Wochen, 2000 Stunden Engagement: Mit ihrem Projekt "Gemeinsam Zukunft schenken" unterstützt die Volksbank Offenburg soziale Einrichtungen. Dieser Einsatz wird honoriert.

05.10.2015
  • BIANCA FRIESS

Stuttgart Einen Sandkasten befüllen - das klingt nach einer machbaren Aufgabe für sieben gestandene Männer. Dass es sich dabei um rund 15 Tonnen handelt, die innerhalb eines Tages per Schubkarren transportiert werden sollen, mindert die Zuversicht. "Keiner hat geglaubt, dass wird das schaffen", erzählt Jochen Rügner, Mitarbeiter der Marketingabteilung der Volksbank Offenburg.

Er beteiligte sich an der Aktion im Rahmen des Projekts "Zukunft gemeinsam erleben". Dabei haben sich alle 330 Mitarbeiter der Bank bei über 90 Projekten in unterschiedlichen Einrichtungen eingebracht - vom Kindergarten über den Turnverein bis hin zum Seniorenheim. Eine davon ist das "Haus des Leben" in Offenburg, wo Rügner und seine Kollegen den großen Sandkasten neu befüllten. Die Einrichtung bietet jungen, oft minderjährigen Müttern und deren Kindern sozialpädagogische Unterstützung und Beratung. "Das war eine tolle Geschichte", erzählt der Marketing-Mitarbeiter. Er würde sich sofort wieder beteiligen.

In Anlehnung an ihr 150-jährige Jubiläum 2014 setzte sich die Bank als Ziel, 1500 Stunden soziales Engagement zu sammeln. Am Ende des Jahres sind sogar rund 2000 Stunden zusammengekommen. Diesen Einsatz honorierte der baden-württembergische Genossenschaftsverband (BWGV) mit dem Genossenschaftspreis in der Kategorie "Soziale Verantwortung" und einem Preisgeld von 2000 EUR. Der Preis im Bereich "Ökologisches Handeln" ging an die Bürgerwerke eG in Heidelberg für ihren regional erzeugten Ökostrom. Das Stuttgarter Unternehmen ZEG Zentraleinkauf Holz und Kunststoff eG machte die Vorteile und das Prinzip einer Genossenschaft bekannter und erhielt dafür den Preis in der Kategorie "Mitgliederförderung".

Die Preisträger seien besonders engagiert, ständen aber auch für viele andere genossenschaftliche Unternehmen in Baden-Württemberg, betonte Roman Glaser, Präsident des BWGV. Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sprach den Genossenschaften ein Lob aus: "Mit ihren Prinzipien der Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung stehen Genossenschaften für eine gelebte Kultur des Mittelstandes", sagte er. Das erzeuge Vertrauen - und Vertrauen spiele in der Wirtschaft eine Schlüsselrolle.

In der jetzigen Zeit des Umbruchs sieht Kretschmann eine große Chance für die Genossenschaften. Dafür spricht auch die Statistik, erklärte Glaser: In den vergangenen zehn Jahren sind in Baden-Württemberg 250 neue Genossenschaften gegründet worden. Die 824 gemeldeten Genossenschaften verteilen sich auf etwa 50 Branchen. "Die besten Jahre liegen aber noch vor uns", meint Kretschmann. Den digitalen Wandel sieht er als "Rückenwind". In der digitalen Welt werden die Selbststeuerungskräfte der Gesellschaft immer wichtiger, ebenso wie in einer Genossenschaft. Das Vertrauen muss dabei aber erst aufgebaut werden - vor allem beim Stichwort Datensicherheit, erklärte der Ministerpräsident: Man müsse die Masse an Daten ohne Gefahr nutzen können.

Von Vertrauen spricht auch Rolf Jürgen Vogt, Direktor für Marketing der Volksbank Offenburg. Durch die gemeinsamen Projekte entstehe ein ganz anderes Teamgefühl, berichtet er. Man könne so Mitarbeiter kennenlernen, mit denen man im Alltag nicht viel zu tun habe.

Vogt organisierte zum Beispiel ein Weihnachtskonzert in einer Senioreneinrichtung und half beim Streichen eines Kindergartens. Auf den Genossenschaftspreis sind die Mitarbeiter stolz, schließlich hat jeder seinen Beitrag dazu geleistet. Die 2000 EUR Preisgeld kommen einer sozialen Einrichtung zugute: Sie werden an einen Kindergarten für Behinderte gespendet, berichtet Markus Dauber, Vorstand der Bank.

Noch ist kein Ende des Projekts in Sicht: Die Musikkapelle der Bank hat sich im Seniorenheim für kommendes Weihnachten erneut angekündigt. Auch dem "Haus des Lebens" haben die Mitarbeiter vergangenen Monat nochmal einen Besuch abgestattet. Dieses Mal stand für den Helfertrupp ein frischer Anstrich für die Gruppenräume auf dem Plan.

Volksbank Offenburg wird für soziales Engagement ausgezeichnet
Zusammen mit sechs Kollegen der Volksbank Offenburg befüllt Jochen Rügner (im Hintergrund, der Fünfte von rechts) den Sandkasten im "Haus des Lebens" mit Sand. Foto: Volksbank Offenburg eG

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05.10.2015, 12:00 Uhr
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