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Air Berlin

Vier von fünf Mitarbeitern sollen einen Job bekommen

Der Verhandlungsbevollmächtigte Frank Kebekus warnt vor weiteren Flugausfällen.

26.09.2017
  • IGOR STEINLE

Berlin. Thomas Winkelmann musste die eigentlich gute Neuigkeit unter gellendem Trillerpfeifenkonzert verkünden. „Wir sind auf einem guten Weg, dass 80 Prozent der Air Berliner Arbeitsplätze in neuen Unternehmen bekommen“, sagte der Chef der insolventen Airline. Vor dem Hotel fanden sich etwa 30 Gewerkschafter zusammen, die weit pessimistischer waren. Ihre Geräuschkulisse begleitete die Pressekonferenz.

Anlass der Zusammenkunft war ein Beschluss des Aufsichtsrats, der nur bestätigte, was ohnehin schon klar war: Air Berlin wird unter der Lufthansa und Easyjet aufgeteilt. Lufthansa will die Air-Berlin-Töchter Niki und Luftverkehrsgesellschaft Walter, die insgesamt 55 Flugzeuge haben, sowie 13 weitere Mittelstreckenflugzeuge. Easyjet will 27 bis 30 der Airbus-Mittelstreckenflieger der Air Berlin.

Unterlegene Bieter wie Thomas Cook und Niki Lauda könnten höchstens noch zum Zuge kommen, wenn am Ende noch Flugzeuge übrig bleiben sollten. Ob das der Fall sein wird, stellt sich am 12. Oktober heraus, wenn die Verhandlungen abgeschlossen sein sollen. Über die Höhe der Angebote wurde Stillschweigen vereinbart, Air Berlins Verhandlungsbevollmächtigter Frank Kebekus verriet nur soviel: Der Hilfskredit könne vollständig zurückbezahlt werden.

„Es ist von existentieller Bedeutung, dass in dieser Phase das Geschäft reibungslos weiterlaufen kann“, warnte Kebekus nochmal. Worauf er anspielt sind die massenhaften Krankmeldungen der Piloten. So etwas könnte die Verhandlungen zum Scheitern bringen. Denn ginge Air Berlin das Geld aus, wäre bei einem Grounding, bei dem alle Flugzeuge am Boden bleiben müssten, die begehrten Start- und Landerechte futsch.

Das wäre eine Katastrophe: Es geht nämlich um 4000 Slots pro Woche, jeder einzelne verspricht Fluggesellschaften einen zusätzlichen Gewinn von einer halben Mio. EUR im Jahr.

Kebekus beruhigt: „Bis November sind wir durchfinanziert.“ Zudem bekam die Lufthansa auch deswegen den Zuschlag, weil sie neben dem Angebot von angeblich 200 Mio. EUR weitere 100 Mio. EUR für einen Übergangsbetrieb zur Verfügung stellen will.

Warnungen vor einem Lufthansa-Monopol wies Winkelmann zurück, ebenso wie die Befürchtungen, Fliegen würde teurer werden. Kritiker befürchten, dass auf einzelnen Strecken wie etwa Düsseldorf-Berlin die Lufthansa eine zu dominante Stellung einnehmen würde.

Für das Langstreckengeschäft hat sich allerdings kein Käufer gefunden. Am 15. Oktober soll es deswegen vollständig eingestellt werden. Piloten und Kabinenpersonal könnten sich aber auch bei der Lufthansa und Easyjet bewerben. Igor Steinle

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26.09.2017, 06:00 Uhr
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