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Feuer in Pforzheim

Vier Menschen sterben bei Dachstuhlbrand

Bei einem Dachstuhlbrand in Pforzheim in Baden-Württemberg sind vier Menschen ums Leben gekommen. Die Opfer stammen offenbar aus Rumänien. In Remseck wurde ein Haus an einer Asylunterkunft angezündet.

20.10.2015
  • dpa

Dillweißenstein. Zwei weitere wurden schwer und zwei leicht verletzt. In dem Haus wohnten überwiegend Ausländer. Die getöteten Menschen waren wahrscheinlich rumänische Staatsbürger. Das sagte ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen zur Herkunft der vier Toten. Unklar sei noch, ob alle in dem Haus dauerhaft wohnten oder dort nur übernachtet hatten.

In dem Mehrfamilienhaus seien 17 Menschen gemeldet gewesen. Bei dem Feuer kurz nach Mitternacht waren zudem zwei weitere Menschen schwer und zwei leicht verletzt worden.

Die vier Todesopfer wurden womöglich im Schlaf überrascht, als der Dachstuhl in Flammen aufging. «Aber es gibt keine Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund», sagte ein Polizeisprecher.

«Wir hatten kurz nach Mitternacht mehrfache Notrufe. Der Dachstuhl stand in Vollbrand», sagte der Sprecher. Einer der Schwerverletzten war vermutlich aus einem der oberen Geschosse des Hauses auf die Straße gesprungen, um sich zu retten.

Die benachbarten Gebäude, die Wand an Wand an das Mehrfamilienhaus grenzen, mussten nicht evakuiert werden. «Der Brand ist seit geraumer Zeit unter Kontrolle», sagte der Sprecher. Es gebe nur noch kleinere Glutnester.

Das Haus befindet sich in einem Wohngebiet des Stadtteils Dillweißenstein direkt am Fluss Nagold. «Es wird überwiegend von sesshaften ausländischen Mitbürgern benutzt», sagte der Sprecher. Es sei keine Asylbewerberunterkunft.

Kriminaltechniker wollen nun so schnell wie möglich in das Haus, um die Brandursache zu finden. Hinweise auf eine ausländerfeindliche Tat gebe es eben so wenig wie auf ein Versehen. «Ich habe weder Hinweise auf das eine noch das andere. Wir stehen mit unseren Ermittlungen noch ganz am Anfang.» Nach bisherigen Erkenntnissen sind alle Opfer erwachsen.

Noch in der Nacht sollten Zeugen befragt werden. Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot von etwa 100 Mann am Brandort.

Trotz strenger Sicherheitsvorschriften gibt es in Deutschland immer wieder folgenschwere Brandkatastrophen. Ursache ist in vielen Fällen ein technischer Defekt, Fahrlässigkeit oder Brandstiftung. Bei einem Brand auf einem alten Bauernhof im Berchtesgadener Land starben im Mai 6 Menschen, 20 wurden verletzt. Es war das folgenschwerste Feuer in Bayern seit fast 30 Jahren.

Im März 2013 waren bei einem Wohnungsbrand in Backnang (Baden-Württemberg) eine Frau und sieben ihrer Kinder im Alter von 6 Monaten bis 17 Jahren ums Leben gekommen. Nach Ansicht der Ermittler verursachten Hausbewohner das Feuer versehentlich selbst. Im November 2012 starben bei einem Feuer in einer Behindertenwerkstatt in Titisee-Neustadt (Baden-Württemberg) 13 behinderte Menschen und eine Betreuerin.

In der Nacht zu Dienstag brannte wurde zudem ein auch von Asylbewerbern bewohntes Haus in Remseck am Neckar angezündet. Es seien mehrere Brandherde in dem leerstehenden Haus entdeckt worden, an das die Asylunterkunft angebaut ist. Dieses Gebäude war nicht von dem Brand betroffen. Verletzt wurde niemand.

Das Gasthaus sei nicht für die Unterbringung von Flüchtlingen geplant gewesen, so der Sprecher. Das Gebäude wurde evakuiert. Hinweise auf eine fremdenfeindliche Tat werden geprüft. Vom Feuer betroffen war nach Polizeiangaben der vordere Bereich des Gebäudes. Die Migranten waren demnach in einem Anbau untergebracht.

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20.10.2015, 12:00 Uhr
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