Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Skispringen

Vier Asse im Ärmel

Weil den deutschen Adlern die Normalschanze von Pyeongchang liegt, dürfen sich Andreas Wellinger und seine Kollegen dort besonders viel ausrechnen.

10.02.2018

Von MANUELA HARANT

Andreas Wellinger ist als Gewinner der Qualifikation auf der Normalschanze ein heißer Medaillenkandidat. Er und seine Teamkameraden könnten die erste deutsche Medaille der Spiele in Südkorea holen. Foto: Daniel Karmann/dpa

Zum Nichtstun verdammt: Am liebsten wäre Andreas Wellinger gestern wohl gleich wieder von der kleinen Olympiaschanze in Pyeongchang gesprungen. Doch das Stadion samt Sprunganlage war am Tag vor der ersten Medaillenvergabe heute ab 21.30 Uhr (13.30 Uhr MEZ) geschlossen. Den Qualifikationssieger vom Donnerstag störte das nicht sonderlich: „Ich bin gut vorbereitet auf jeden Tag und jeden Wettkampf“, sagte Wellinger. „Wenn ich mein Zeug umsetzen kann, kann ich vorne mitspringen, das habe ich heute gezeigt.“ Schließlich hat er im Vorjahr WM-Silber auf der Normalschanze gewonnen.

Aber nicht nur Wellinger, auch Richard Freitag (Quali-Vierter), Markus Eisenbichler (Sechster) und Karl Geiger (Siebter) dürfen gleich mit hohen Erwartungen an den ersten Medaillenkampf im Skisprung gehen. Denn Bundestrainer Werner Schuster scheint sein Team richtig gut auf die „Normale“ vorbereitet zu haben, die im Weltcupkalender praktisch nicht mehr auftaucht. „Wir bauen unseren Sprung sehr über den Absprung auf, deshalb kommt uns das gelegen“, sagt Schuster, erklärter Freund der Normalschanze: „Wenn es nach mir ginge, würden wir öfter auf der kleinen Schanze springen.“ Vor allem auf dieser Schanze: Denn die Anlage in Südkorea wurde vom Allgäuer Hans-Martin Renn geplant, dem Erbauer des Bakken in Oberstdorf, wo die Deutschen hauptsächlich trainieren. Laut technischen Daten sind die beiden Schanzen exakt identisch. Auch das kann Andreas Wellinger und Co. im Kampf um Edelmetall zum entscheidenden Vorteil gereichen.

Während Richard Freitag als Gesamtweltcup-Zweiter ohnehin heißer Medaillenkandidat ist, müssen sich Geiger und Eisenbichler jedoch steigern – besonders in Sachen Konstanz. Für ganz vordere Platzierungen reichte es meist wegen eines schwächeren ersten oder zweiten Sprungs nicht. „Ich war hier gleich vom ersten Sprung an deutlich besser als zuvor und konnte mich über die letzten Tage steigern. Ich freue mich jetzt nur noch auf Samstag“, sagte der Oberstdorfer Geiger. Und das Wichtigste für Eisenbichler: „Die Schanze liegt mir.“ In einem Sport, bei dem vor allem Automatismen und Gefühl gefragt sind, kann das ja nicht verkehrt sein.

SWP Grafik Foto: SWP Grafik

Zum Artikel

Erstellt:
10. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
10. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 10. Februar 2018, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen?
Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Schwitzkasten
Schwitzkasten

Ob die weltweit wohl meistgesehene Tipp-Runde für die Fußball-Landesliga oder die beliebte "Elf der Woche" - für solche Formate gibt es den "Schwitzkasten" der TAGBLATT-Sportredaktion.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+      Google+