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Viele Städte lehnen Berliner Konzept ab
Gudrun Heute-Bluhm. Foto: Städtetag
Grundschule

Viele Städte lehnen Berliner Konzept ab

Kommunen fürchten, dass die Verantwortung für den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ihnen aufgebürdet wird.

05.04.2018
  • ROLAND MUSCHEL

Stuttgart. Beim Städtetag Baden-Württemberg löst der Berliner Koalitionsvertrag gemischte Gefühle aus. So begrüßt der Kommunalverband den geplanten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule. Die Mehrzahl der Städte hält aber aus pädagogischen Gründen eine ausgewogene Verteilung des Unterrichts auf den Vor- und Nachmittag („rhythmisierte Ganztagesschule“) für den richtigen Weg und nicht die Halbtagsschule mit nachmittäglicher Betreuung durch die kommunalen Schulträger. Der Verband fürchtet zudem, dass bei einer flexiblen Nachmittagsbetreuung den Kommunen die alleinige Verantwortung für die Umsetzung aufgebürdet wird. „Der Rechtsanspruch darf sich nicht gegen die Kommunen richten – hier sind die Länder in der Pflicht“, fasst Städtetagspräsident Dieter Salomon (Grüne) die Position zusammen.

Das Problem des Berliner Vorhabens liege auch „in der Zementierung“ eines Modells, dass in anderen europäischen Ländern nicht gepflegt werde, schon gar nicht in solchen, die in der Bildungspolitik als Vorbild dienen könnten, sagte Gudrun Heute-Bluhm (CDU), Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetags. Wenn Ganztagsbetreuung nur als nachmittägliche Betreuung gesehen werde, sei damit keinerlei bildungspolitischer Anspruch verbunden. Sie können sich aber ein flexibles Modell vorstellen, wonach eine Schule in der Klasse A die gebundene Ganztagsschule mit rhythmisiertem Unterricht und in der Parallelklasse B die Halbtagsschule mit dem Angebot einer Betreuung am Nachmittag anbieten könne. „Gemischte Klassen“ halte sie dagegen nicht für zielführend.

In einem Positionspapier zum Berliner Koalitionsvertrag fordert der Städtetag zugleich eine „auskömmliche“ Finanzierung des geplanten Rechtsanspruchs. Die dafür vorgesehene Summe von zwei Milliarden Euro bundesweit müsse auf „mindestens fünf Milliarden Euro“ aufgestockt werden.

Roland Muschel

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05.04.2018, 06:00 Uhr
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