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IG Metall für mehr Selbstbestimmung

Viele Mitarbeiter wollen Arbeitszeit verkürzen

Mobiles Arbeiten von zu Hause ist keine Ausnahme mehr. Die Beschäftigten dürfen dabei aber nicht draufzahlen, fordert IG Metall-Chef Jörg Hofmann.

23.08.2016
  • DPA

Frankfurt. Die IG Metall macht sich für mehr selbstbestimmtes Arbeiten stark. „Seit der Krise 2008/2009 wurde den Beschäftigten, was ihre Flexibilität angeht, viel abverlangt. Nun gibt es einen starken Wunsch nach mehr Selbstbestimmung am Arbeitsplatz nach dem Motto 'Jetzt sind wir dran'“, sagte IG Metall-Chef Jörg Hofmann.

Viele Beschäftigte wollten zeitweise kürzer arbeiten, zum Beispiel vier statt fünf Tage die Woche, um sich um pflegebedürftige Eltern oder die Kindererziehung zu kümmern. „Eine zeitweise Reduzierung der Arbeitszeit mit teilweisem Lohnausgleich müsste tarifvertraglich geregelt werden.“

Um genauer zu wissen, wo die Beschäftigten der Schuh drückt, plant die IG Metall im Januar 2017 eine Umfrage mit dem Schwerpunkt Arbeitszeit. „Wir wollen wissen, welche Erwartungen die Beschäftigten bei dem Thema an die nächste Tarifrunde und darüber hinaus an die Arbeitszeitpolitik haben.“

Bei der Umfrage soll es auch um das Thema mobiles Arbeiten gehen. Viele Beschäftigte wollten auch von zu Hause aus arbeiten. „Aber die Arbeitszeit muss erfasst und vergütet werden“, sagte Hofmann.

„Arbeit hat ihren Wert. Wenn sie nichts kostet, sinkt die Wertschätzung gegenüber der erbrachten Leistung des Einzelnen. Die Gefahr der Verlagerung von Arbeit in die Freizeit wird immer größer“. Flexibilität dürfe keine Einbahnstraße sein.

Gefordert sind aus Sicht des ersten Vorsitzenden der IG Metall auch die Führungskräfte in den Unternehmen. „Statt Präsenzkultur braucht es das Vertrauen in das Arbeitszeitverhalten der Beschäftigten.“

Laut Hofmann spielt mobiles Arbeiten bei einem Drittel der Beschäftigten in der Metallindustrie eine Rolle – in Vertrieb, Forschung und Entwicklung und Verwaltung. „Zwei Drittel der Beschäftigten können von mobiler Arbeit nicht profitieren. Aber auch in der Schichtarbeit gibt es Möglichkeiten, Arbeitszeiten besser an die Lebenslage und Bedürfnisse der Beschäftigten anzupassen.“

Mit Sorge betrachtet die IG Metall, dass bei Umstrukturierungen von Unternehmen nicht selten Bereiche ausgegliedert werden, die dann nicht mehr unter den Tarifvertrag fallen. „Tarifflucht begeht man, indem man Teilbereiche ausgliedert“, sagte Hofmann. Ziel der diesjährigen Tarifverhandlungen war es daher auch gewesen, die Tarifbindung zu erhöhen.

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23.08.2016, 06:00 Uhr
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