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Buchpreis

Viele Debütanten auf Longlist

Die Jury hat ihre Vorauswahl vorgelegt. Und auf der finden sich viele Autoren mit Erstlingswerken.

21.08.2019

Von DPA

Frankfurt. Reihenweise haben es erste Werke junger Autoren in die Vorauswahl für den Deutschen Buchpreis 2019 geschafft. Auf der Longlist, die 20 Titel umfasst, stehen aber auch bekannte Namen wie Saša Stanišic, Ulrich Woelk oder Marlene Streeruwitz. „Um die Zukunft des Lesens und des Schreibens muss uns da nicht bange sein“, sagte der Sprecher der siebenköpfigen Jury, Literaturkritiker Jörg Magenau.

Wie so oft kommen auch in diesem Jahr viele starke Bücher aus Österreich. Raphaela Edelbauer etwa erzählt in „Das flüssige Land“ vom Dorf Groß-Einland, unter dem ein riesiger Hohlraum liegt, über den zwar niemand spricht, der aber die Gesellschaft in die Tiefe zu reißen droht. Auch Angela Lehner zählt zu den neuen, jungen, österreichischen Autoren. Hauptperson im Psychiatrie-Roman „Vater unser“ ist laut Verlag „eine Geistesgestörte, wie es sie noch nicht gegeben hat: hochkomisch, besserwisserisch und zutiefst manipulativ“.

Ein weiteres Debüt aus dem Nachbarland kommt von Tonio Schachinger. „Nicht wie ihr“ beschreibt den arroganten Fußballprofi Ivo. Auch „Gelenke des Lichts“ von Emanuel Maeß ist ein Erstlingswerk, ein Bildungs- und Schelmenroman aus der DDR.

Frauen im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt vieler nominierter Bücher stehen Frauen. Karen Köhlers „Miroloi“ spielt auf einer abgeschotteten Insel, auf der Männer das Sagen und Frauen keinerlei Rechte haben. In Nora Bossongs „Schutzzone“ vermittelt eine UN-Mitarbeiterin in einem Luxushotel zwischen verfeindeten Staaten.

Einer der bekanntesten Namen auf der Liste ist Saša Stanišic. „Herkunft“ hat bereits die Bestsellerlisten erobert. Ein ebenso witziges wie hintergründiges Buch über den Zufall, irgendwo geboren zu werden, und was sich daraus entwickeln kann.

Die Longlist spiegle „die stoffliche Vielfalt und den stilistischen Reichtum“ der deutschsprachigen Neuerscheinungen wider, sagt Jury-Sprecher Magenau: „Gesellschaftsanalyse und Geschichtsforschung, Paranoia und Phantasie, Wunsch und Welterkundung von Kalifornien über die deutsche Provinz bis in den Kaukasus haben darin Platz.“

203 Titel hatte die Jury gesichtet, erschienen sind sie zwischen Oktober 2018 und dem 17. September 2019. Dann nämlich wird die Liste auf sechs Titel, die Shortlist, verkürzt. Der Sieger steht am Vorabend der Frankfurter Buchmesse (14. Oktober) fest. Er erhält 25 000 Euro, die übrigen Autoren der Shortlist jeweils 2500 Euro. Im vergangenen Jahr war Inger-Maria Mahlkes Roman „Archipel“ mit dem Buchpreis ausgezeichnet worden. dpa

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Erstellt:
21. August 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
21. August 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. August 2019, 06:00 Uhr

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