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Wolfsburgs Fußballer trotzen VW-Skandal

VfL-Sportchef Allofs reagiert gelassen auf den rigorosen Sparkurs des Mutterkonzerns

Die von dem Autohersteller getragenen Profikicker bleiben von den Folgen des Abgas-eklats unberührt. Julian Draxler und Kollegen haben offenbar keine schwerwiegenden Einbußen im Budget zu befürchten.

07.10.2015
  • SWP

Wolfsburg Der angekündigte rigorose Sparkurs des neuen VW-Chefs Matthias Müller sorgt bei dem Tochterunternehmen VfL Wolfsburg nicht für Beunruhigung. "Es gibt keinen Grund, sich jetzt Sorgen zu machen", sagte Klaus Allofs, der Sportchef des Fußball-Bundesligisten. Zuvor hatte Volkswagen-Chef Müller bei einer Betriebsversammlung in Wolfsburg schmerzhafte Folgen für den gesamten Konzern aufgrund des Abgasskandals angekündigt. "Deshalb stellen wir jetzt alle geplanten Investitionen noch mal auf den Prüfstand. Was nicht zwingend nötig ist, wird gestrichen oder geschoben", sagte Müller im Wolfsburger VW-Stammwerk. "Ich bin ganz offen: Das wird nicht ohne Schmerzen gehen."

Unter Müllers Vorgänger Martin Winterkorn wurde der VfL zur hundertprozentigen Konzerntochter. Vor allem aufgrund der hohen finanziellen VW-Zuwendungen im mittlerweile gehobenen zweistelligen Millionenbereich wurde der Klub im Jahr 2009 Deutscher Meister sowie in diesem Jahr Vizemeister und Sieger im DFB-Pokal. "Bei aller Bedeutung, die wir haben, glaube ich, dass dies in eine andere Richtung geht", so interpretierte Allofs die Äußerungen des neuen Konzernchefs mit Blick auf mögliche Folgen für den VfL. "Es gibt da brennendere Themen", sagte Allofs. "Da geht es um andere finanzielle Größenordnungen." Aufgrund der manipulierten Abgaswerte an mehreren Millionen Autos drohen dem Konzern Strafen in Milliardenhöhe.

"Es ist natürlich klar, dass wir im Kontext dessen, was sich dort entwickeln muss, auch unsere Rollen spielen müssen", sagte Allofs. "Aber es gibt da keine neue Marschrichtung oder Ansagen." Der Sportvorstand von Wolfsburgs Profifußballern steht im regelmäßigen und engen Austausch mit VW-Vorstand Francisco Javier Garcia Sanz, der zudem als Chef des VfL-Aufsichtsrats in Amt und Würden steht.

Wolfsburgs Kicker haben derzeit ohnehin mit einer sportlichen Krise zu kämpfen. Zuletzt blieben sie vier Spiele ohne Sieg, in der Liga rangieren sie nur auf Platz neun. "Im Moment werden wir ganz realistisch eingeschätzt", sagt Trainer Dieter Hecking. "Für ganz oben wird's in dieser Saison nicht reichen, aber mit Mannschaften wie Leverkusen, Dortmund oder Schalke können wir mithalten." Die Startprobleme versucht er mit den Abgängen von Kevin De Bruyne und Ivan Perisic zu erklären. Die Personalwechsel am letzten Tag der Transferperiode erschwerten den Umbruch. dpa

VfL-Sportchef Allofs reagiert gelassen auf den rigorosen Sparkurs des Mutterkonzerns
Hochbezahlte Angestellte aus der Fußballabteilung des Volkswagen-Konzerns: Nicklas Bendtner (links) und Julian Draxler. Foto: Imago

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07.10.2015, 12:00 Uhr
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