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Zumindest die Kasse stimmt

VfB erwirtschaftet Gewinn - Zuspruch für Zorniger, Kritik am Aufsichtsrat

Erstmals seit dem Jahr 2011 schließt der Traditionsklub die Jahresbilanz mit einem positiven Ergebnis ab. Bei der Mitgliederversammlung sorgen jedoch die Resultate der Profikicker für eine angespannte Atmosphäre.

12.10.2015
  • SID

Stuttgart Sportvorstand Robin Dutt vom Fußball-Bundesliga-Tabellenletzten VfB Stuttgart hat auf der Jahreshauptversammlung der Schwaben Trainer Alexander Zorniger demonstrativ den Rücken gestärkt. "Wir brauchten einen Mann, der bereit war, in der 1. oder 2. Liga zu arbeiten, der sich für eine Vernetzung von Profis und Nachwuchs einsetzt", sagte der VfB-Sportchef vor 1501 anwesenden Mitgliedern in der Porsche Arena.

Der Klub werde den eingeschlagenen Weg mit Zorniger weitergehen und sei voll und ganz vom Trainer überzeugt. Auch die teilweise umstrittene Vorgehensweise des Fußballlehrers wird ausdrücklich gebilligt. "Mit einem Kuschelkurs kommen wir nicht aus der Krise", sagte Dutt. Und den Spielern schrieb er ins Stammbuch: "Die Mannschaft darf nicht nur dann Höchstleistung bringen, wenn ihr das Wasser bis zum Hals steht."

Positiv lasen sich zumindest die Zahlen, die der Traditionsklub präsentierte. Der Ertrag im Geschäftsjahr 2014 belief sich auf 107,7 Millionen Euro, dem standen Aufwendungen von 106,8 Millionen Euro gegenüber. Damit wurde ein Gewinn von knapp 900 000 Euro verzeichnet. Der Vorstand des Jahres 2014, bestehend aus Präsident Bernd Wahler, dem ehemaligen Finanzchef Ulrich Ruf und dem früheren Manager Fredi Bobic, wurde dennoch ebenso wie der Aufsichtsrat nicht entlastet. 647 Mitglieder und damit 51,4 Prozent der Anwesenden verweigerten die Entlastung, beim Aufsichtsrat waren es sogar 71,3 Prozent.

Präsident Wahler hatte vorher angekündigt, dass der Anteil von im Klub ausgebildeten Nachwuchsleuten in den nächsten Jahren wachsen wird. "Wir stehen erst am Anfang. Es wird kein kurzer und erst recht kein leichter Weg. Es wird Zeit brauchen, bis eine nachhaltige Verbesserung überall spürbar ist", betonte der VfB-Präsident.

In der offenen Aussprache wurde der Aufsichtsratsvorsitzende Joachim Schmidt von den Mitgliedern gefragt, ob er sich im Frühjahr mit dem heutigen Dortmunder Thomas Tuchel getroffen habe und warum dieser dann nicht Trainer geworden sei. "Es ist nicht die Aufgabe des Aufsichtsrates, einen Trainer auszusuchen. Außerdem behandeln wir Personalien vertraulich, deshalb werde ich das nicht kommentieren", so antwortete Schmidt - und wurde von vielen Mitgliedern mit Pfiffen und Buhrufen bedacht.

Zudem gaben die Schwaben bekannt, dass der Vertrag mit Toptalent Arianit Ferati bis 2020 verlängert wurde. Der 18 Jahre alte Junioren-Nationalspieler gilt als eine der größten Nachwuchshoffnungen des VfB, am vierten Spieltag im Auswärtsspiel bei Hertha BSC (1:2) hatte er bereits sein Debüt in der Bundesliga gegeben.

VfB erwirtschaftet Gewinn - Zuspruch für Zorniger, Kritik am Aufsichtsrat
Auf dem Podium der Porsche Arena: die Mitglieder des VfB-Vorstands und des Aufsichtsrats. Foto: Imago

VfB erwirtschaftet Gewinn - Zuspruch für Zorniger, Kritik am Aufsichtsrat

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12.10.2015, 12:00 Uhr
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