Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
*/-->

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Die Hoffnung ist zurück

VfB beim ersten Heimerfolg glanzlos, aber glücklich - 1:0 gegen Ingolstadt

Der Bann ist nach dem Stuttgarter Minusrekord von vier Heimniederlagen gebrochen: Zum Abschluss des neunten Spieltages hat der VfB den Aufsteiger FC Ingolstadt relativ glücklich 1:0 bezwungen.

19.10.2015
  • WOLFGANG SCHEERER

Stuttgart "Das waren ganz wichtige drei Punkte", sagte Torschütze Daniel Didavi und sprach für einen ganzen Verein. Ein Sprung vom letzten auf den 15. Tabellenplatz ist damit geschafft. Für den VfB sieht die Welt im Tabellenkeller nach dem 1:0 gegen den FC Ingolstadt, der die erste Auswärtsniederlage kassierte, wieder etwas freundlicher aus.

Im Mittelpunkt stand nicht nur Didavi, sondern auch ein tadelloser Torwart, der ums Haar nicht gespielt hätte. Echtes Vertrauen sieht anders aus: Vorm Spiel hatte VfB-Trainer Alexander Zorniger ("Ich muss mir da noch Gedanken machen") bewusst offen gelassen, ob Przemyslaw Tyton zwischen den Pfosten stehen würde - oder Odisseas Vlachodimos. Obwohl es zuletzt Pfiffe gegen den Polen Tyton gegeben hatte, blieb er doch Nummer eins. Und hatte gleich eine große Szene: Per Fußabwehr parierte er den Foulelfmeter von Mathew Leckie (4.). Martin Harnik hatte Benjamin Hübner mit einem Kick in die Hacke unschön gestoppt. Dafür bekam der Kapitän von Guido Winkmann die Gelbe Karte gezeigt. Leckie schoss schwach in die Mitte, Tyton jedenfalls konnte sich auszeichnen, wurde von Teamkollegen und Publikum dankbar gefeiert.

Auch Ingolstadts Keeper Ramazan Özcan glänzte: Er blockte Timo Werners Rechtsschuss mit breiter Brust (14.) ab. Es ging hin und her in einem Duell auf reichlich schwachem Niveau, das erst in der Endphase an Dramatik gewann.

Gleich war Tyton wieder an der Reihe, klärte gegen den köpfenden Stefan Lex (17.). Die Innenverteidigung hatte einen Blackout. Unsicher in der Abwehr, oft zu ungenau im Spiel nach vorn zeigte sich die VfB-Elf. Werner fiel nicht selten dadurch auf, dass er ins Abseits lief. Die zuvor vier Heimniederlagen lasteten bleischwer auf Zornigers Mannschaft, die weit davon entfernt schien, einen Befreiungsschlag zu schaffen wie kurz vorher Hannover. Nach den Niederlagen von Augsburg, Hoffenheim und Frankfurt sind die drei Stuttgarter Punkte an diesem neunten Spieltag am Ende doppelt wertvoll.

Aber es war ein Geduldsspiel. Bis zur besten Chance vor der Pause mussten die Fans exakt 44 Minuten und 57 Sekunden frieren: Didavis Diagonalschuss mit links wischte Özcan mit den Fingerspitzen am Pfosten vorbei. In der zweiten Halbzeit plätscherte alles so dahin - bis zur entscheidenden 59. Minute. Da flankte Alexandru Maxim von ganz links nach rechts zu Florian Klein, der einen Haken schlug. Auch sein Steilpass auf den abseitsverdächtig stehenden Didavi passte. Aus fünf Metern vollendete der 25-Jährige und jubelte übers dritte Saisontor.

Die Zitterpartie hätte vor 45 700 Zuschauern auch anders ausgehen können. Tyton musste noch zwei Schüsse über den Querbalken bugsieren und kurz vor Schluss zweimal per Faustabwehr klären. Und: Verteidiger Timo Baumgartl hätte beim Abwehrversuch (84.) fast ein Eigentor geschossen, zwei Minuten später flog Serey Dié mit Gelb-Rot vom Platz. Er fehlt dem VfB am Samstag in Leverkusen. Um 19.23 Uhr war der erste Heimsieg endlich perfekt. Die Hoffnung ist zurück.

VfB beim ersten Heimerfolg glanzlos, aber glücklich - 1:0 gegen Ingolstadt
Geballte Erleichterung im Trikot mit dem Brustring: Daniel Didavi, der Schütze des goldenen Tores, jubelt mit Serey Dié, Florian Klein und Lukas Rupp (von links). Foto: dpa

Tor-Diskussion Daniel Didavis Siegtreffer (59. Minute) war durchaus diskussionswürdig. „Mir war relativ schnell klar, dass das Tor nicht regulär war“, sagte „Schanzer“-Trainer Ralph Hasenhüttl nach der Niederlage. Da hatte er die Bestätigung durch TV-Bilder. Sie zeigen Didavi im Moment von Florian Kleins Zuspiel einen Tick zu weit vorne. VfB-Trainer Zorniger wollte das so nicht stehen lassen: „Da war die Fußspitze etwas im Abseits – vielleicht. Aber deshalb müssen wir uns sicher nicht schämen für den Sieg. Großes Lob an mein Team. Wir haben gegen einen unbequemen Gegner gewonnen und endlich mal zu Null gespielt.“

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

19.10.2015, 12:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 
Video-News: Fußball
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Schwitzkasten
Schwitzkasten

Ob die weltweit wohl meistgesehene Tipp-Runde für die Fußball-Landesliga oder die beliebte "Elf der Woche" - für solche Formate gibt es den "Schwitzkasten" der TAGBLATT-Sportredaktion.
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular