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Teufelchen Zorniger

VfB-Trainer muss vor Duell gegen Hoffenheim an vielen Fronten kämpfen

Zurück in die Krise oder Selbstvertrauen tanken? Weder 1899 Hoffenheim noch der VfB Stuttgart können sich in ihrem Duell eine Niederlage leisten. Beide Erstligisten stecken mehr oder weniger tief im Tabellenkeller.

02.10.2015
  • THOMAS GOTTHARDT

Stuttgart/Hoffenheim Am übernächsten Wochenende pausiert die Fußball-Bundesliga, weil die letzten beiden Spieltage der Qualifikation für die Europameisterschaft stattfinden. Trainer, die auf der Kippe stehen, werden vor einer solchen Unterbrechung des Ligabetriebs regelmäßig hochgradig nervös. Denn es ist ein idealer Zeitpunkt für einen personellen Wechsel im sportlichen Bereich. Der neue Coach hat dann einige Tage Zeit, um mit der Mannschaft zu arbeiten.

Es wäre also kein Wunder, wenn sowohl der Stuttgarter Trainer Alexander Zorniger als auch der Hoffenheimer Kollege Markus Gisol vor dem direkten Aufeinandertreffen am morgigen Samstag in Sinsheim von einer gewissen inneren Unruhe befallen wären. Beide Teams konnten bisher schließlich erst einen Saisonsieg verbuchen und dümpeln im Tabellenkeller herum.

Zorniger geht mit dieser Konstellation offensiv um. "Ich will Spiele gewinnen, ich will auf Teufel komm raus Spiele gewinnen", sagte der VfB-Trainer vor der Partie gegen die Kraichgauer, die für beide Trainer zu einem Schicksalsspiel werden könnte. Von einer "besonderen Konstellation" redete auch Gisdol. Nach dem Holperstart konnten die Hoffenheimer zwar am vergangenen Wochenende in Augsburg den ersten Sieg feiern. Doch sollte es ausgerechnet gegen die Schwaben einen Rückschlag geben, wäre es mit der Ruhe im Badischen wohl endgültig vorbei.

Und ausgerechnet in dieser brenzligen Phase, in der eigentlich die volle Konzentration der Verbesserung der sportlichen Lage gelten sollte, wird beim VfB doch tatsächlich darüber diskutiert, welcher Spieler wann den Verein verlassen könnte. Zwar hat Sportvorstand Robin Dutt die Vertragsverhandlungen mit Daniel Didavi und Martin Harnik vorerst gestoppt, aber damit ist das Thema nicht einfach vom Tisch. Die Verträge beider Spieler laufen zum Saisonende aus.

Dazu kommt, dass sich mit Roman Grill der Berater von VfB-Innenverteidiger Georg Niedermeier, der in dieser Saison noch nicht eine Sekunde in einem Punktspiel auf dem Platz stand, öffentlich zu Wort gemeldet hat. "Einen Spieler, der so lange im Verein ist, so zu vernichten, ist dumm", sagte Grill der "Bild".

Zorniger also muss derzeit also an vielen Fronten kämpfen, dazu kommen auch noch einige Fragezeichen, was die Aufstellung betrifft. Filip Kostic, der für die Offensive gut zu gebrauchen wäre, fällt wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel aus. Kapitän Christian Gentner konnte zuletzt auch nicht mittrainieren. Der defensive Mittelfeldspieler habe "massive Probleme mit der Achillessehne", sagte Zorniger. Gentners Nebenmann Geoffroy Serey Dié war durch einen Magen-Darm-Virus beeinträchtigt. Innenverteidiger Timo Baumgartl macht weiter die Patellasehne zu schaffen.

Zorniger wird an der Mannschaft also noch ein wenig tüfteln müssen. Auch taktisch macht sich Zorniger so seine Gedanken, denn die Hoffenheimer pflegen einen ähnlichen Stil wie die Stuttgarter. Deshalb werde es, so prophezeite der Coach, viele Eins-zu-Eins-Situationen mit vielen schnell veränderten Situationen geben.

Gegen die Schwaben werben die Hoffenheimer übrigens kräftig für ihr Revier: Erstmals in ihrer Bundesliga-Geschichte trägt die TSG ein dunkelblaues Sondertrikot mit der Aufschrift "Metropolregion Rhein-Neckar" und verzichtet auf das übliche SAP-Logo.

VfB-Trainer muss vor Duell gegen Hoffenheim an vielen Fronten kämpfen
Im Februar dieses Jahres, beim bisher letzten Duell, siegten die Hoffenheimer - hier Kevin Volland (Mitte) im Zweikampf mit Timo Baumgartl - 2:1. Foto: Eibner

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02.10.2015, 12:00 Uhr
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