Stuttgart

VfB-Stadion füllt sich nur mäßig

Gegen Union Berlin darf der VfB Stuttgart sein Stadion erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie wieder komplett auslasten. Trotzdem dürfte es gerade mal halb voll werden. Zudem werden die Schwaben weiter von Personalsorgen geplagt - aber sie bleiben optimistisch.

22.10.2021

Von dpa/lsw

Waldemar Anton in Aktion. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

Stuttgart. Pellegrino Matarazzo ist ein optimistischer Mensch. Der Trainer des VfB Stuttgart will darum nicht lange über die anhaltenden Personalprobleme klagen. Der 43-Jährige jammert auch nicht, weil am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) gegen den 1. FC Union Berlin voraussichtlich „nur“ rund 32 000 Zuschauer in die Mercedes-Benz Arena kommen werden. „Der Trainer sagt immer, das Glas ist halb voll und nicht halb leer. Darum betrachten wir das Stadion auch als halb voll und nicht halb leer“, sagte Pressesprecher Tobias Herwerth am Freitag über den neben ihm schmunzelnden Matarazzo.

Dabei darf der schwäbische Fußball-Bundesligist erstmals seit März 2020 sein Stadion wieder komplett füllen und hätte dadurch rund 60.000 Fans empfangen können. Noch aber zögern die Menschen, was für Matarazzo aber nur eine Frage der Zeit ist. „Es liegt dann an uns, mehr Zuschauer ins Stadion zu locken“, sagte er. Zum Beispiel mit einem begeisternden Auftritt gegen die schwer zu knackenden Berliner, die in dieser Saison erst ein Bundesliga-Spiel verloren haben.

Die Aufgabe wird für Matarazzo nicht leichter dadurch, dass er weiter auf etliche Stammkräfte verzichten muss. Nach ihren Corona-Infektionen sind Abwehrchef Waldemar Anton und Stammtorhüter Florian Müller noch nicht ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und werden gegen Union fehlen. Der ebenfalls zuletzt wegen Corona isolierte Flügelspieler Roberto Massimo könnte frühestens am Freitagnachmittag mit dem Team trainieren, fällt für das Union-Spiel aber auch aus. Die Einsätze von Angreifer Omar Marmoush (Schlag auf das Syndesmoseband) und Tanguy Coulibaly (Prellung) sind fraglich.

„Klar rege ich mich kurz auf und denke scheiße, Entschuldigung, schade“, sagte Matarazzo mit Blick auf die seit Wochen angespannte Personalsituation. „Aber dann drücke ich schnell wieder auf den Reset-Knopf.“ Immerhin kann der 43 Jahre alte Coach wieder mit Mittelfeldspieler Orel Mangala und Offensivmann Erik Thommy planen, die nach ihren Corona-Infektionen fit sind und im Kader stehen werden. Mangala dürfte sogar gleich wieder in die Startelf rücken und den Platz in der zuletzt so kompakten Mittelfeldzentrale neben Kapitän Wataru Endo und Atakan Karazor einnehmen.

„Wenn man die letzten zwei Spiele sieht und wie wir die Spiele angegangen sind, hat man eine schlagkräftige Truppe gesehen - trotz Verletzungen und trotz der Corona-Fälle“, sagte Matarazzo. „Das macht mich optimistisch. Das spricht für die Bereitschaft der Spieler und eine gewisse Breite im Kader.“ Tatsächlich sammelte der VfB trotz aller Sorgen zuletzt vier Punkte aus den vergangenen zwei Spielen, ein Sieg gegen Berlin würde den Abstand zur Abstiegszone weiter vergrößern. Dabei setzen die Schwaben auf die Unterstützung der Zuschauer. Auch wenn es nur rund 32.000 sind.

Trainer Pellegrino Matarazzo. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

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Erstellt:
22. Oktober 2021, 12:39 Uhr
Aktualisiert:
22. Oktober 2021, 13:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. Oktober 2021, 13:30 Uhr

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