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Mehr als ein Flirt

VfB-Spielmacher Didavi will in Leverkusen glänzen - Große Zukunft bei Bayer?

Mit seinem (nicht ganz regulären) Tor gegen Ingolstadt hat Daniel Didavi für den ersten VfB-Heimsieg gesorgt. Heute müssen die Stuttgarter nachlegen. In Leverkusen, wo der 25-Jährige vielleicht bald spielt.

24.10.2015
  • WOLFGANG SCHEERER

Stuttgart 15 Millionen Euro. So viel hat Bayer Leverkusen vor der Saison angeblich für den Mann geboten, der beim VfB Rückennummer 10 tragen darf: Daniel Didavi. Der 25-Jährige glänzt durch enorme Spielübersicht und ist torgefährlich. Trotz aller Sparzwänge beim VfB: Didavi musste in Stuttgart bleiben.

Er ist ein "Zehner", wie ihn sich der Trainer wünscht. Wenn er fit ist. Das ist Didavis einziges Problem. Allerdings kein kleines - seit 2011. Ausgeliehen an den 1. FC Nürnberg, erleidet er am ersten Spieltag einen Meniskusriss. Mai 2012: Knorpelverletzung ebenfalls im linken Knie, sieben Monate Pause. Januar 2013: nach drei Einsätzen erneut Knieprobleme, zweite Operation im Mai.

Als es 2014 um den Klassenerhalt geht, ist Didavi erfolgreich dabei. Im Oktober dann ein Muskelbündelriss im linken Oberschenkel. Januar 2015: Reizung am operierten Knie. Erst vom 30. Spieltag an steht er wieder auf dem Platz, schießt zwei Tore. Der VfB rettet sich erneut.

Der gebürtige Nürtinger hat die Stuttgarter auch jetzt aufatmen lassen, erzielte letzten Sonntag das 1:0-Siegtor gegen Ingolstadt. Dass Didavi dabei leicht im Abseits stand, übersah das Schiedsrichtergespann. Nach vier Niederlagen vor eigenem Publikum war schließlich der erste Heimsieg perfekt.

"Wir hatten in so vielen Spielen Pech. Nun ist das Glück endlich zurückgekommen. Dieser Sieg war wichtig, den haben wir dringend gebraucht", sagt Didavi selbst. Und: "Spielerisch war noch Luft nach oben, kämpferisch haben wir aber gut dagegengehalten."

Ohne große Energieleistung wird es auch heute nicht gehen, wenn es zumindest zum Punktgewinn in Leverkusen reichen soll. Die Werkself von Bayer hat beim 4:4 in der Champions League gegen den AS Rom zwar Kraft gelassen, doch dem VfB fehlt's weiter an Stammkräften: Flügelstürmer Filip Kostic fällt noch verletzt aus, Kapitän Christian Gentner ebenfalls. Außerdem fehlt Serey Dié, Gentners Kollege im defensiven Mittelfeld, wegen der Gelb-Rot-Sperre. "Auf Dida kommt mehr Verantwortung zu", sagt Trainer Alexander Zorniger über Daniel Didavi. "Aber er nimmt das an." Dass Leverkusen den VfB-Spielmacher verpflichten wollte (und offenbar noch will), spiele heute keine Rolle: "Ich weiß hundertprozentig, dass Dida sich auf seinen Heimatverein fokussiert. Er ist ein VfB-Junge, und ich hoffe, dass er bleibt." Schon vor ein paar Wochen hatte der Trainer Didavi öffentlich vor falschen Erwartungen gewarnt - und indirekt vor den Risiken durch die Knieprobleme: "In vier Jahren hat er eine überschaubare Zahl an Spielen bestritten. Er weiß, dass er hier in Stuttgart schon sehr, sehr sorgsam behandelt wird. Woanders kann er das nicht zwingend erwarten." Ein Wechsel habe "nur Sinn, wenn er Champions League spielen kann. Grundlage dafür ist, dass er sich gegen Konkurrenz durchsetzt. Und dazu musst du in jedem Training zu hundert Prozent belastbar sein. . ."

Es heißt, Daniel Didavi habe das Angebot zur Vertragsverlängerung mit Aufstieg zum Top-Verdiener bisher abgelehnt. Wenn sein Vertrag in Stuttgart im Juni 2016 ausläuft, wird er - weil ablösefrei - für Leverkusen noch attraktiver. Ein Flirt mit Zukunft: Bei Bayer könnte Didavi auch sehr sicher sein, nicht wieder gegen den Abstieg spielen zu müssen.

VfB-Spielmacher Didavi will in Leverkusen glänzen - Große Zukunft bei Bayer?
Freudentanz an der Eckfahne: Daniel Didavi nach seinem Treffer zum 1:0 gegen den FC Ingolstadt. Foto: Imago

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24.10.2015, 12:00 Uhr
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