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Kommentar · Ditib

Vertrauen zerstört

15.08.2016
  • ELISABETH ZOLL

Ulm. Es ist eine Annäherung an die neue Realität: Der Dachverband deutsch-türkischer Moscheegemeinden (Ditib) beginnt zu ahnen, dass seine enge Bindung an die türkische Religionsbehörde Diyanet für Deutschland ein Problem ist. Langfristig, so der Verband, könne man sich bei der Bestellung von Imamen mehr Unabhängigkeit vorstellen.

Die Einsicht reicht nicht aus. Die Situation ist ernster. Über Jahrzehnte aufgebautes Vertrauen zwischen dem türkischen Dachverband und deutschen Behörden ist im Feuer nationalistischer Begeisterung zerstört worden. Weil sich Moscheegemeinden oft als verlängerter Arm des türkischen Präsidenten gebärdeten und an der Hetze gegen Anhänger der Gülen-Bewegung beteiligten, wird das bisherige Miteinander nun auf den Prüfstand gestellt. Wie viel Demokratieverständnis ist in Ditib-Moscheen angekommen? Was verbinden aus der Türkei entsandte Imame zum Beispiel mit der Meinungsfreiheit? Wie viel Toleranz gegenüber anderen Religionen und anderen muslimischen Richtungen bringen die in Dialogbündnissen mit den großen Kirchen vertretenen Verbände auf?

Auch der deutsche Staat steht jetzt vor drängenden Aufgaben. Er muss Regeln finden für die Ausbildung und die Beschäftigung von Imamen. Gerne mit den Islamverbänden, sofern diese sich auf religiöse Fragen einigen können. Im Zweifelsfall auch ohne. Für die in Vergessenheit geratene Islamkonferenz gäbe es jetzt viel zu tun.

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15.08.2016, 06:00 Uhr
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