Rommelsbach · Polizei

Versuchter Totschlag: 15-Jähriger prügelt mit Schlagstock

Der junge Mann wurde am Donnerstagabend noch am Tatort in Rommelsbach festgenommen.

05.06.2020

Von ST

Symbolbild: Benjamin Breitmaier

Wegen versuchten Totschlags und versuchter schwerer räuberischer Erpressung ermitteln Staatsanwaltschaft Tübingen und Kripo Reutlingen gegen einen 15-Jährigen, der am Donnerstagabend in Rommelsbach bei einem Streit mit einem Schlagstock auf einen 16-Jährigen und dessen 44 Jahre alten Vater eingeschlagen haben soll. Der dringend Tatverdächtige wurde noch am Tatort vorläufig festgenommen.

Der 15-Jährige war in einer Gruppe gegen 20.15 Uhr unterwegs und traf dort auf sein späteres Opfer. Als sich dieses weigerte, eine Zigarette auszuhändigen, soll der 15-Jährige mit einem Schlagstock zunächst gedroht und dann auf sein Gegenüber eingeschlagen haben. Nachdem der leicht verletzte Geschädigte seinen Vater verständigt hatte und dieser den 15-Jährigen daraufhin zur Rede stellte, kam es zum Gerangel, wobei der Tatverdächtige auch den 44-Jährigen durch mehrere Schläge mit dem Schlagstock am Kopf verletzt haben soll. In die Auseinandersetzung griffen dann mehrere Begleiter des 15-Jährigen ein, die ebenfalls auf den 44-Jährigen und einen hinzukommenden 20-Jährigen eingeschlagen haben sollen. Dabei setzte die Gruppe offenbar weitere Schlagstöcke ein.

Die vier mutmaßlich an der Auseinandersetzung beteiligten gleichaltrigen Begleiter des Schlägers, die zunächst geflüchtet waren, wurden bei einer Fahndung erwischt. In einer durchsuchten Wohnungen der vier Personen beschlagnahmten die Beamten zwei weitere Teleskopschlagstöcke. Das 16-jährige Opfer, dessen Vater, der 20-Jährige und der 15-jährige Hauptverdächtige wurden mit leichten Verletzungen ambulant behandelt. Dabei beleidigte der Jugendliche zwei Beamte des Polizeireviers Reutlingen und verletzte einen davon durch einen Tritt leicht.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 15-Jährige am Freitag wieder auf freien Fuß gesetzt. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen zu den Tathandlungen aller Beteiligten sowie den weiteren Hintergründen der Tat dauern an. Gegen die vier Begleiter des Festgenommenen wurden Strafverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet. Zeugen der Auseinandersetzung, die noch nicht mit der Polizei in Verbindung stehen, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0 71 21/9 42 33 33 zu melden.

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Erstellt:
5. Juni 2020, 14:52 Uhr
Aktualisiert:
5. Juni 2020, 14:52 Uhr
zuletzt aktualisiert: 5. Juni 2020, 14:52 Uhr

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