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Kommentar Öffentlicher Dienst

Verständliche Wünsche

Angesichts der zunehmenden Konkurrenz um Fachkräfte müssen die Gehälter im öffentlichen Dienst mit der Privatwirtschaft Schritt halten. So begründet Verdi-Chef Frank Bsirske die Forderung nach einer Tariferhöhung um sechs Prozent für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen.

09.02.2018

Von DIETER KELLER

Berlin. Diesem Argument ist schwer zu widersprechen. Allenthalben ertönt der Ruf, die Arbeit von Erzieherinnen oder Feuerwehrleuten besser zu entlohnen.

Jetzt wird es ernst – auch wenn klar ist, dass der tatsächliche Abschluss immer deutlich unter der Forderung liegt. Mit sechs Prozent erhebt Verdi sicher nicht zufällig den gleichen Anspruch wie die IG Metall. Die hat gerade 4,3 Prozent ab April vereinbart, was gerechnet auf ein Jahr etwa 3,5 Prozent entspricht. Das ist die Messlatte für Bsirske. Wobei er es sich besonders schwer macht mit der Forderung nach einem Mindestbetrag von 200 Euro. Das käme gerade die Kommunen besonders teuer, und es ist ein Widerspruch zum Bestreben, für Fachkräfte attraktiv zu sein. Die sind mehr in höheren Gehaltsgruppen zu finden.

Die Arbeitgeber stehen bei dieser Tarifrunde vor einem großen Dilemma: Der Bund kann sich viel leisten, schon weil bei ihm die Personalkosten keine so große Rolle spielen. Bei den Kommunen sieht das ganz anders aus. Zudem stehen sie extrem unterschiedlich da: Im Süden und Südwesten geht es den meisten prächtig. Gerade in Nordrhein-Westfalen dagegen sind viele echt notleidend. Da einen Tarifvertrag zu schließen, der allen gerecht wird, gleicht der Quadratur des Kreises. Das eigentliche Problem ist, dass die ganzen Gemeindefinanzen auf neue Füße gestellt werden müssten. Nur wie, weiß keiner so recht.

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Erstellt:
9. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
9. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. Februar 2018, 06:00 Uhr

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