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Stuttgart

Verspätete Maidemonstration überraschte Polizei

Von einer sogenannten "Revolutionären 1. Mai-Demonstration", die erst am 2. Mai in der Stuttgarter Innenstadt abgehalten wurde, bemerkte die Polizei am Freitag erst etwas, als Leuchtraketen und andere Feuerwerkskörper auf dem Schlossplatz gezündet worden waren. Erhebliche Sachschäden und ein leicht Verletzter sind die Folge.

04.05.2008

Eine Gruppe von bis etwa 100, laut Polizei offenbar dem linken Spektrum zugehörigen Personen hatte sich am Freitagabend gegen 20.30 Uhr am Schlossplatz zusammengefunden und veranstaltete eine Demonstration „Gegen imperialistische Kriege, Ausbeutung und Repression!“ Eine Anmeldung beim Amt für öffentliche Ordnung für diese Veranstaltung lag nicht vor.

Die Polizei wurde auf die Demonstration erst aufmerksam, nachdem aus der Gruppe heraus Leuchtraketen gezündet wurden. Als die erste Polizeistreife in der Königstraße eintraf, hatten die Autonomen so viele Feuerwerkskörper und Bengalische Feuer gezündet, dass die Gruppe beinahe völlig eingenebelt war. Als die Beamten sich der Gruppe näherten, rannte diese die Königstraße aufwärts. Auf Höhe der Schulstraße wurde der Streifenwagen mit einer Leuchtrakete beschossen. Die beiden Beamten forderten Verstärkung an, woraufhin etwa 50 Beamte umliegender Reviere zusammengezogen und in die Innenstadt beordert wurden.

Als Reaktion auf die anrückenden Polizeifahrzeuge errichteten die Autonomen aus Baustellenzäunen, Holzpaletten und Mülltonnen eine Barrikade quer über die Königstraße. Die Polizei verhinderte, dass die Straßensperre in Brand gesteckt wurde. Aus der Menge heraus wurde gezielt auf Polizeibeamte mit Leuchtraketen geschossen, verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die Demonstranten, die überwiegend schwarz gekleidet waren, nahmen nun aus ihren Rucksäcken weiße Kleidungsstücke, zogen sich um und flüchteten in verschiedene Richtungen. Acht Tatverdächtige im Alter von 14 bis 25 Jahren wurden vorläufig festgenommen.

Vereinzelt leisteten diese Widerstand, so dass ein Beamter leicht verletzt wurde. Sie werden wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch angezeigt, das Dezernat für Staatsschutzdelikte hat die Ermittlungen übernommen. Zwei Jugendliche wurden ihren Eltern übergeben, die restlichen sechs Erwachsenen wurden auf Anordnung des zuständigen Richters bis zum Samstagmorgen in polizeilichen Gewahrsam genommen. Nach Einsatzende wurde festgestellt, dass in der Königstraße an insgesamt 13 Gebäuden die Fassaden mit Graffitis wie „No War“ oder „Revolution“ besprüht worden waren. Die Ermittler gehen davon aus, dass diese Sachbeschädigungen auf das Konto dieser Gruppe gehen.

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04.05.2008, 12:00 Uhr
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