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Farblaserdrucker

Verräterische gelbe Punkte

Auf jedem Ausdruck sind Informationen gespeichert. Eine neue Software verhindert das.

07.07.2018

Von DPA

Jeder Ausdruck eines Farblaserdruckers enthält einen digitalen Fingerabdruck, über den er im Zweifel identifiziert werden kann. Forscher der Technischen Universität Dresden haben eine Software entwickelt, die solche Fingerabdrücke in Dokumenten automatisch findet und größtenteils auch decodieren kann, welche Informationen der Printer in den Ausdruck geschrieben hat. Dazu wurden 1286 Seiten von 141 Druckern 18 verschiedener Hersteller untersucht.

Bei dem digitalen Fingerabdruck handelt es sich um die eindeutige Seriennummer und den Typ des Druckers, das Druckdatum oder auch die Druckuhrzeit: Diese und weitere Informationen platzieren Farblaserdrucker in jeder ausgedruckten Seite mit Mustern aus winzigen gelben Punkten, sogenannte Trackingpunkte. Sie sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Anhand dieser Informationen lässt sich jeder Ausdruck nachverfolgen und die jeweilige druckende Person im Zweifel ermitteln.

In keinem Handbuch erwähnt

Die Trackingpunkte sind in keinem Handbuch notiert, befinden sich aber auf Ausdrucken seit insgesamt mindestens 15 Jahren. Druckerhersteller gaben den Forschern auf Anfrage weder Auskunft über Sinn und Zweck der Trackingpunkte noch zum Auftraggeber. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Punkte helfen sollen, Verbrechen aufzuklären, etwa bei entwendeten Dokumenten, Versicherungsbetrug oder unerlaubtem Gelddrucken. Mit ihrer Arbeit wollen die Forscher nach eigenen Angaben die mögliche Überwachung aufklären: Den wenigsten sei bewusst, das sie anhand eines analogen Dokuments überwacht werden könnten.

Experten können die Software bereits herunterladen. Für normale Anwender soll das Programm bald eine Benutzeroberfläche bekommen. Außerdem ist eine Web-App geplant.

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Erstellt:
7. Juli 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
7. Juli 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. Juli 2018, 06:00 Uhr

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