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Stuttgart

Verkehrsverbund: Gratis-Nahverkehr könnte Qualität senken

Beim Stuttgarter Verkehrs- und Tarifverbund VVS werden Überlegungen der Bundesregierung zum kostenlosen öffentlichen Nahverkehr kritisch gesehen.

14.02.2018

Von dpa/lsw

Eine Hand hält eine 2-Euro-Münze vor einem Fahrkartenautomaten. Foto: Bernd Weißbrod/Archiv dpa/lsw

Stuttgart. «Eine Dienstleistung, die nichts kostet, ist schwierig. «Was nichts kostet, ist nichts wert», heißt es ja oft. Die Dienstleistung muss einen Wert haben, sonst wird sie nicht gewürdigt», sagte VVS-Sprecherin Ulrike Weißinger am Mittwoch. Außerdem bestehe die Gefahr, dass die Qualität des Angebots leiden könnte, wenn kein Geld für Wartung vorhanden sei.

Statt Bus und Bahn kostenlos anzubieten, sei es sinnvoller, das Geld in die Infrastruktur zu stecken, sagte Weißinger. «Besser wären Investitionen etwa in neue Fahrzeuge und neue Strecken.» VVS-Kunden nutzten den Angaben zufolge im vergangenen Jahr rund 380 Millionen Mal Bus und Bahn. Aus dem Ticketverkauf erzielt der Verbund mehr als eine halbe Milliarde Euro.

Die Bundesregierung erwägt zur Verbesserung der Luftqualität, Länder und Kommunen bei einem möglichen kostenlosen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) finanziell zu fördern. Damit soll die Zahl privater Fahrzeuge auf den Straßen verringert werden. Zunächst sollen diese und weitere Maßnahmen in den Städten Mannheim, Herrenberg und Reutlingen sowie Bonn und Essen ausprobiert werden.

Zum Dossier: Ticketfreier ÖPNV

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Erstellt:
14. Februar 2018, 14:51 Uhr
Aktualisiert:
14. Februar 2018, 11:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 14. Februar 2018, 11:00 Uhr

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