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Fahrkarten

Verkehrsclub lobt Tagesticket des VVS

Das ÖPNV-Angebot in der Landeshauptstadt schneidet in einer landesweiten Vergleichsstudie gut ab.

23.08.2019

Von TILMAN BAUR

Reisende können für 5?Euro im gesamten Stuttgarter Stadtgebiet fahren. Foto: Ferdinando Iannone

Stuttgart. Im April gab es einen großen Einschnitt beim Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS): Von 52 Tarifzonen blieben nur fünf übrig. Der Schritt sollte den öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen und ging mit einem spürbaren Nachlass bei den Preisen einher. Diese Entwicklung hat auch der Landesverband Baden-Württemberg des ökologischen Verkehrsclubs Deutschland (VCD) zur Kenntnis genommen. In einer Studie hat er die Preise von Einzel- und Gruppentageskarten der 22 Verkehrsverbünde in Baden-Württemberg verglichen. Tageskarten sind für Menschen eine Option, die eigentlich Auto fahren, aber bereit sind, in der Freizeit auf Bus und Bahn umzusteigen. Der VVS schneidet in der Studie gut ab: Für eine im Stadtgebiet gültige Tageskarte zahlen Kunden seit der Reform 5 Euro. Wer das gesamte Netz befahren will, zahlt 13 Euro.

Somit bietet die Landeshauptstadt die günstigste Tageskarte im Vergleich mit anderen Städten mit über 200 000 Einwohnern. „5 Euro für das gesamte Stadtgebiet sind auch im bundesweiten Vergleich unschlagbar“, sagte der VCD-Landesvorsitzende Matthias Lieb in einer Pressekonferenz. In Karlsruhe und Mannheim lägen die Fahrpreise mit 6,60 und 7 Euro deutlich höher.

Der VVS kommt bereits heute den Empfehlungen des Verkehrsclubs nach: Städte mit mehr als 100 000 Einwohnern sollen maximal 5 Euro für eine Tageskarte fordern. Für ein Gruppentagesticket empfiehlt der VCD 10 Euro als Maximalbetrag. Auch hier hat der VVS keinen Nachholbedarf: Eine Gruppe von bis zu fünf Personen zahlt für ein Tagesticket im Stadtgebiet 10,20 Euro – nur minimal mehr als empfohlen.

Das Hauptkriterium des Vergleichs ist der Fahrpreis pro Kilometer. Dabei haben die Experten des VCD den Preis für ein Tagesticket ins Verhältnis zum Gebiet gesetzt, das Kunden damit erreichen können. So können VVS-Kunden mit einer Tageskarte theoretisch einen Radius von 34,1 Kilometern befahren. Eine Person zahlt 38 Cent pro Kilometer. Zum Vergleich: Im Verkehrsverbund Rottweil, einem der teuersten Verbünde, zahlt eine Person 92 Cent pro Kilometer.

Die steigende Attraktivität des Stuttgarter Nahverkehrs schlägt sich auch in Zahlen nieder: So verbuchte der VVS im ersten Halbjahr 2019 192 Millionen bezahlte Fahrten. Das sind vier Millionen Fahrten mehr als im ersten Halbjahr 2018 und mehr Fahrten als je zuvor. Tilman Baur

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Erstellt:
23. August 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
23. August 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. August 2019, 06:00 Uhr

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