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Verjüngungskur für ein umstrittenes Denkmal
Das Silcher-Denkmal auf der Tübinger Neckarinsel, das als steinerner Koloss aus dem Nationalsozialismus seit Jahrzehnten Kritiker auf den Plan ruft, wird momentan aufpoliert. Bild: Faden
Sauber, Silcher

Verjüngungskur für ein umstrittenes Denkmal

Anstatt das Monument auf der Neckarinsel abzureißen, wird es nun aufwendig saniert.

28.04.2018
  • lms

Das Silcher-Denkmal auf der Tübinger Neckarinsel, das als steinerner Koloss aus dem Nationalsozialismus seit Jahrzehnten Kritiker auf den Plan ruft, wird momentan aufpoliert. Das von Sträuchern zugewucherte, mit Flechten bewachsene und mit Graffiti bemalte Denkmal aus dem Jahr 1941 wird im Auftrag der Stadtverwaltung von Restaurator Fabian Schorer mit Heißdampf gereinigt. Anschließend sollen die Fugen mit Mörtel aufgefüllt werden.

Von einer kleinen Sensation berichtet Stadtarchivar Ingo Rauch: Er hat im Stadtarchiv einen Brief ausgegraben, der zu belegen scheint, dass nicht der Stuttgarter Bildhauer Wilhelm Julius Frick das Denkmal anfertigte, sondern ein gewisser Rudolf Stumpp. Er habe, so schreibt er in dem Brief, die Nase voll vom Krieg.

„Es ist schon interessant, dass ein Kriegsgegner ein kriegsverherrlichendes Denkmal anfertigt“, findet Rauch. Oft wurde darüber diskutiert, ob das Denkmal weichen müsse. „Aber wir haben hier ein zeitgeschichtliches Mahnmal“, so der Archivar. Das sei mittlerweile Konsens in der Stadtgesellschaft. „Man baggert ja auch nicht einfach das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg weg.“

Auch das Hölderlin-Denkmal im Alten Botanischen Garten soll bald saniert werden.

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28.04.2018, 01:00 Uhr
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