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Die Planung für Q4 steht

Verhandlungen über Kauf des früheren Hauptpostamts in entscheidender Phase

Lange ist es ruhig gewesen um das Postareal beim Bahnhof – doch nun kommt Bewegung in das geplante neue Zentrum: Die Projektgesellschaft „Sepa aktiv“ ist mit ihren Planungen fertig und möchte demnächst das Gelände von der Post kaufen.

30.10.2015
  • Thomas de Marco

Reutlingen. Dort, wo jetzt noch der große Backsteinbau steht, soll bekanntlich ein Einkaufs- und Büro-Zentrum entstehen. Das Projekt läuft unter dem Arbeitstitel Q4, die Bezeichnung leitet sich aus dem Begriff Quartier und der Hausnummer 4 in der Eberhardstraße ab. „Wir sind mit der Planung durch“, sagte Jürgen Edelmann auf TAGBLATT-Anfrage. Er ist Geschäftsführer der 2012 eigens dafür gegründeten Projektgesellschaft „Sepa aktiv“.

Die Post bestätigt auf Nachfrage nur, dass es einen Interessenten für den Kauf des Gebäudes gebe. „Die Verhandlungen laufen derzeit und sind auch schon weit fortgeschritten“, sagt Pressesprecher Hugo Gimber dazu.

Bei den Planungen für Q4 seien die Ergebnisse des Workshops zu 100 Prozent umgesetzt worden, betont Edelmann. An diesem städtebaulichen und verkehrlichen Workshop waren Bürger, Investoren und Gemeinderäte beteiligt. Die Resultate bilden die Grundlage für den Bebauungsplan.

Die Sepa-Konzeption umfasst im Erdgeschoss Einzelhandelsflächen für sechs Läden auf insgesamt 3000 Quadratmetern, einen Gastronomie-Betrieb sowie eine Postfiliale mit etwa 600 Quadratmetern. Darunter soll eine Tiefgarage mit 120 Stellplätzen entstehen. Über dem Erdgeschoss sind drei weitere Ebenen vorgesehen mit Büroflächen auf 4000 Quadratmetern sowie 3000 Quadratmeter, deren Verwendung noch offen ist.

80 Prozent der Flächen des Q4 seien schon mit Namen belegt, erklärt Edelmann. Das bedeutet, dass potenzielle Mieter unterschreiben wollen, sobald das Projekt mit einem Investitionsvolumen von 40 Millionen Euro auf dem Weg ist. „Baubeginn sollte spätestens Ende 2016 oder Anfang 2017 sein, sonst springen die möglichen Mieter wieder ab“, erklärt der Geschäftsführer von Sepa aktiv. Eröffnung soll laut diesem Zeitplan 2018 sein.

Das derzeitige Postgebäude wird für Q4 abgerissen. „Wir haben es hundert Mal untersucht, aber für eine künftige großflächige Nutzung ist der Bau nicht praktikabel“, sagt Edelmann. Seine Projektgesellschaft ist für die Entwicklung des Q4 zuständig. Realisieren will das Laden- und Bürozentrum ein Investor.

Paket-Zustellbasis geht ins Industriegebiet West

Auch hinter dem Postamt tut sich einiges: Dort verlässt die Post mit ihrer Paket-Zustellbasis den Standort „Unter den Linden“ und will ins Industriegebiet Mark West ziehen. „Es ist geplant, dass ein Investor für uns in der Auchtertstraße eine neue mechanisierte Zustellbasis entwickelt“, sagt Pressesprecher Gimber. Es handelt sich dabei um das Areal, das derzeit noch vom Reutlinger Reifengroßhändler Reiff als Zentrallager genutzt wird. Dieses wird bis Ende diesen Jahres geschlossen (wir berichteten).

Das bisherige Gebäude soll abgerissen werden und Platz machen für einen Neubau. In einer 3200 Quadratmeter großen Halle will die Post künftig eine mechanisierte Zustellbasis betreiben. Für bis zu 64 Zustellbezirke soll die Sortierung in der Auchtertstraße vollautomatisch ablaufen. „Wir wollen die neue Zustellbasis im Lauf des nächsten Jahres realisieren“, sagt Gimber.

Verhandlungen über Kauf des früheren Hauptpostamts in entscheidender Phase

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30.10.2015, 12:00 Uhr
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