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Glaube

Vergebliche Suche nach Regisseur

Die szenische Karfreitagsprozession der italienischen Katholiken in Bad Cannstatt fällt in diesem Jahr erneut aus.

08.04.2019

Von Ingrid Sachsenmaier

Stuttgart. Die italienische Gemeinde San Martino in Bad Cannstatt muss auch in diesem Jahr ihre früher große Karfreitagsprozession mit rund 70 Darstellern absagen. Grund dafür ist, dass bis heute keine Nachfolge für den langjährigen Regisseur Angelo Attademo gefunden wurde. Attademo hatte sich altershalber voriges Jahr zurückgezogen, weshalb die Prozession, die auch Besucher von außerhalb angelockt hat, 2018 nach 40 Jahren zum ersten Mal ausfallen musste.

Die Suche nach Ersatz läuft, aber bisher ohne Erfolg. In den Reihen der vier italienischen Gemeinden habe sich kein Regisseur gefunden. Deshalb soll die Suche jetzt ausgeweitet werden. Die Organisatoren der Prozession hoffen, dass die Tradition weitergeführt werden kann.

Die Karfreitagsprozession fand 40 Mal in Bad Cannstatt statt, erstmals im Jahr 1978, zuletzt im Jahr 2017. Zu Beginn waren es nur eine Handvoll Darsteller, zuletzt über hundert Mitwirkende, darunter 70 Darsteller in entsprechenden Kostümen. Die Straßen wurden zum Schluss von Tausenden von Menschen gesäumt.

Weil die italienischen Gemeinden die Tradition der Karfreitagsprozession nicht gänzlich aufgeben möchten, wird es in diesem Jahr eine kleine Prozession geben, allerdings ohne Darsteller. Die Prozession startet am Karfreitag, 19. April, um 15 Uhr von St. Rupert in der Koblenzer Straße in Cannstatt und führt nach St. Martin. Auf dem Weg werden an mehreren Stationen Bibeltexte gelesen, es wird gebetet und gesungen, alles auf Italienisch. In Stuttgart leben rund 13 000 italienische Katholiken, die sich auf die vier Gemeinden verteilen, die von italienischen Priestern geleitet werden.

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Erstellt:
8. April 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
8. April 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 8. April 2019, 06:00 Uhr

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