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Medien

Vereint für kritischen Journalismus

Zeitungsverleger sprechen über die Zukunft der Branche. Winfried Kretschmann kündigt Unterstützung an.

19.09.2017
  • AXEL HABERMEHL

Stuttgart. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat den deutschen Zeitungsverlegern zugesichert, sie bezüglich mehrerer politischer Forderungen zu unterstützen. „Medienpolitische Fragestellungen beschäftigen uns sehr. Sie werden mit Ihren Anliegen bei uns Gehör finden“, sagte Kretschmann beim Kongress des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) in Stuttgart.

Kretschmann kündigte an, mit anderen Ministerpräsidenten eine Beschneidung journalistischer Textproduktion durch die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zu diskutieren. „Es braucht die Öffentlich-Rechtlichen, aber sie müssen den Zeitungen Luft zum Atmen lassen“, sagte er. „Ich meine, dass wir über eine Begrenzungen der Textangebote der Sender reden müssen.“

Kretschmann kündigte zudem an, sich für eine Entlastung der Verlage bei der Zeitungszustellung einzusetzen. Durch die Einführung des Mindestlohns sind die Kosten stark gestiegen. Verleger fordern, die Lohnnebenkosten in diesem Bereich zu senken, wie es bei haushaltsnahen Dienstleistungen auch der Fall sei.

Kretschmann sagte, er werde sich „dafür einsetzen, dass das funktioniert“. Zeitungszustellung sei eine haushaltsnahe Dienstleistung. „Man liest seine Zeitung ja beim Frühstück und nicht draußen vor der Tür!“ Des Weiteren wolle er auf Städte und Gemeinden einwirken, damit diese es unterließen, mit Steuer-finanzierten Amtsblättern Lokalzeitungen Konkurrenz zu machen.

Kretschmann begründete seine Hilfe mit der Bedeutung des unabhängigen Journalismus': „Die Zeitung ist kein beliebiges Produkt, sondern entscheidend für die Demokratie.“ BDZV-Präsident Mathias Döpfner hatte die Forderungen zuvor in einer Rede erhoben. Die Öffentlich-Rechtlichen kritisierte er mit den Worten, es gebe im Internet „eine mit öffentlich-rechtlichen Geldern finanzierte Flut textbasierter Gratis-Angebote, eine gebührenfinanzierte Staats-Presse, die den Wettbewerb verzerrt und uns Presseverlagen kaum Entfaltungsmöglichkeiten lässt“.

Das Geschäft der Zeitungsverlage ist durch das Internet und den Medienwandel weniger lukrativ geworden. Auflagen und Anzeigenerlöse gehen deutlich zurück. Axel Habermehl

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19.09.2017, 06:00 Uhr
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