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Tübingen

Verdinglichung

22.05.2020

Von Christine Kühnel, Tübingen

Sex ist keine Arbeit! Auch wenn in Deutschland diese Verdinglichung des weiblichen Körpers zur Ware als „normal“ dargestellt wird, sieht die Realität für 90 Prozent der Frauen, die ihren Körper dafür hergeben müssen, viel schlimmer aus, als hier dargestellt wird. Die „Mädels“ sind häufig junge Frauen aus ärmeren EU-Staaten, die mit falschen Job-Versprechen hierher gelockt werden. Bis zu fünfzehn Mal am Tag müssen sie die „Dienstleistung“ erbringen, wobei die Kunden (täglich zirka 1,5 Millionen Männer!) immer gewalttätigere Praktiken verlangen. Dies bedeutet eine tiefe Traumatisierung. Ihnen nun gnädigerweise eine Übernachtung an diesem Ort der Demütigung und Gewalt anzubieten, ist reiner Hohn. Bei dem Schutz der Menschenwürde dieser Frauen versagt unsere Regierung völlig. Ist das vielleicht Absicht? Damit ihnen die „Mädels“ nicht ausgehen? Ein Frauenkörper darf keine Ware sein – nie!

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Erstellt:
22. Mai 2020, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
22. Mai 2020, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. Mai 2020, 01:00 Uhr

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