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Netzwerk für schnellere Netze

Verbund koordiniert künftig Glasfaserausbau

212 Kommunen und acht Landkreise gründen nächste Woche "Komm.Pakt.Net". Der Verbund hat das Ziel, jedes Haus ans Glasfasernetz anzuschließen.

27.10.2015
  • STEFAN BENTELE

Ulm Nächste Woche fällt der Startschuss: Am Mittwoch, 4. November, schließen sich 212 Städte und Gemeinden und acht Landkreise zum Verbund "Komm.Pakt.Net" zusammen. Das Ziel des landesweit größten interkommunalen Netzwerks, in dessen Einzugsgebiet 1,5 Millionen Menschen leben: jedes Gebäude im Verbundsgebiet zwischen Alb und Bodensee ans Glasfasernetz anschließen und Übertragungsraten von 50 MBit pro Sekunde und mehr ermöglichen. 15 bis 25 Jahre, dann soll schnelles Internet überall bereitstehen.

Für Alexander Bonde (Grüne), Minister für ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg, der richtige Weg, um eine Kluft in der Breitbandversorgung zwischen ländlichem Raum und Ballungsgebieten zu verhindern. "Ich bin froh, dass Sie das interkommunal angehen", sagte Bonde gestern im Landratsamt Alb-Donau vor Vertretern der Mitgliedskommunen.

"Der Markt wird es nicht richten", sagte Heiner Scheffold. Unternehmen investierten in die Infrastruktur in stark besiedelten Gebieten. Deshalb, sagt der stellvertretende Landrat im Alb-Donau-Kreis, müsse die öffentliche Hand aktiv werden. Scheffold: "Wir brauchen eine andere Dimension, um wahrgenommen zu werden."

Ob Beratung, Netzübertragung oder Ausschreibung beim Ausbau des Glasfasernetzes: Mitglieder können die Aufgaben an den Verbund übergeben. Bauherren bleiben stets die einzelnen Kommunen. So sollen größere Netze entstehen, woraus sich die Mitglieder Vorteile für Ausschreibungen, höhere Fördersätze und niedrigere Fixkosten erhoffen.

Scheffold koordiniert die Zusammenarbeit und ist Vorstand in dem Verein Förderung neuer Medien und Technologien im ländlichen Raum, der als Wegbereiter für den Verbund fungiert und mit Gründung des Verbunds aufgelöst wird.

Verbund koordiniert künftig Glasfaserausbau
Agrarminister Alexander Bonde (Grüne) hat sich gestern über den Verbund informiert. Foto: dpa

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27.10.2015, 12:00 Uhr
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