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Krimi

Verbrechen an der Ostküste

Verschachtelt, aber hoch spannend: Joël Dickers neuer Roman heißt „Das Verschwinden der Stephanie Mailer“.

21.06.2019

Von Christof Bock

Berlin. Es ist ein schöner Sommerabend des Jahres 1994, als im feinen US-Badeort Orphea ein Blutbad im Haus des Bürgermeisters passiert. Und keiner bekommt etwas mit. Denn das Verbrechen inmitten der Ostküstenidylle fällt mit dem ersten Theaterfestival in der Geschichte der Kleinstadt zusammen. Mitten auf dem Bürgersteig wird eine Joggerin mit Kopfschuss gefunden. Hinter einer eingetretenen Haustür liegen die Leichen des Bürgermeisters, seiner Frau und seines kleinen Sohnes – allesamt erschossen. Vom Täter keine Spur. Für die jungen Polizisten Derek Scott und Jesse Rosenberg ist es ihr erster großer Fall. Ein Verbrechen, das ihrer beider Leben verändern wird. 20 Jahre später wird sie einholen, was damals geschah.

„Das Verschwinden der Stephanie Mailer“ ist der vierte Roman des Schweizers Joël Dicker. Der 1985 in Genf geborene Senkrechtstarter der Literatur-Szene hat bereits mit dem Krimi „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ und dem Familienepos „Die Geschichte der Baltimores“ Bestseller gelandet. Und er hat seinen Stil: Das großzügige Haus in den Hamptons ist als Schauplatz nicht wegzudenken, ein Schriftsteller mit Schreibkrise muss vorkommen, ebenso zwielichtige Polizisten. Alles ist verpackt in eine Handlung, die in immer neuen Zeitsprüngen um ein blutiges Hauptereignis kreist. Ein Heer von Nebenfiguren liefert die nötige Verwirrung, um die Spannung am Laufen zu halten – und ein düsteres Geheimnis nach dem anderen aufzubauen und zu lüften. Zum engeren Kreis der Handelnden gehören nicht weniger als 30 Figuren.

Reif für Hollywood

Geschickt verwebt Dicker den Vermisstenfall Stephanie Mailer im Jahr 2014 mit dem Vierfachmord von 1994, der offenbar doch ganz andere Motive hatte als angenommen und von der Polizei verkündet. Was wollte die Lokaljournalistin Stephanie aufdecken? Warum suchte sie Hilfe bei der Polizei? Was meinte sie mit dem mysteriösen Satz vor ihrem Verschwinden? Über fast 700 Seiten bis zum Schluss die Spannung zu erhalten, wie es hier gelungen ist, das ist eine hohe Kunst. Fans können die typischen Joel-Dicker-Verstrickungen bald auch im Kino verfolgen. Hollywood will seinen Erfolgsroman „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ mit Patrick Dempsey („Grey‘s Anatomy – Die jungen Ärzte“) verfilmen.

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Erstellt:
21. Juni 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
21. Juni 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. Juni 2019, 06:00 Uhr

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