Geldvermögen

Verbraucher sparen so viel wie noch nie

Nach Berechnungen der DZ-Bank ist die Sparquote im Jahr 2020 auf 16 Prozent gestiegen.

04.01.2021

Von DPA

Frankfurt/Main. Die Menschen in Deutschland haben im Corona-Jahr wie die Weltmeister gespart und sind dadurch in Summe so reich wie nie. Nach Berechnungen der DZ Bank hat das Geldvermögen der privaten Haushalte im Jahr 2020 um 393 Milliarden Euro auf 7,1 Billionen Euro zugenommen haben. Über die Verteilung machte die DZ-Bank keine Angaben.

Den Zuwachs von 5,9 Prozent zum Vorjahr erklärt DZ-Bank-Ökonom Michael Stappel hauptsächlich mit der historisch hohen Sparquote. Aus Sorge vor Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit hielten viele Menschen ihr Geld zusammen. Zudem bremsten die zeitweisen Schließungen im Einzelhandel den Konsum.

Die DZ Bank geht für das Jahr 2020 von einer Sparquote auf Rekordniveau von 16 Prozent aus. Auf Jahressicht legten die privaten Haushalte in Deutschland von 100 Euro verfügbarem Einkommen 16 auf die hohe Kante. Die bislang höchsten Sparquoten in Deutschland wurden nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes 1991 und 1992 mit jeweils 12,9 Prozent gemessen.

Zwar erholten sich auch die Aktienmärkte im Jahr 2020 rasch vom Corona-Crash im Februar und März. Doch die Wertzuwächse bei Aktien und Fonds trugen laut Stappel nur einen kleinen Teil zum Anstieg der privaten Geldvermögen bei. dpa

Zum Artikel

Erstellt:
4. Januar 2021, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
4. Januar 2021, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 4. Januar 2021, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Inhalt nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.

Push aufs Handy

Die wichtigsten Nachrichten direkt aufs Smartphone: Installieren Sie die Tagblatt-App für iOS oder für Android und erhalten Sie Push-Meldungen über die wichtigsten Ereignisse und interessantesten Themen aus der Region Tübingen.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen
Facebook Sport      Faceboook      Instagram      Twitter      Tagblatt-App