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Bilanz

Verbraucher ändern ihr Konto selten

Seit sechs Monaten sind Banken verpflichtet, Kunden beim Wechsel zu unterstützen. Das klappt nicht immer reibungslos.

13.03.2017

Von DPA

Wenn es um den Kontowechsel geht, sind die Verbraucher sehr zurückhaltend. Foto: dpa

Frankfurt. Einfacher, schneller, unbürokratischer – vor knapp einem halben Jahr hat der deutsche Gesetzgeber die Rechte der Verbraucher beim Kontowechsel gestärkt. Die Zwischenbilanz der Branche fällt positiv aus – auch wenn es nicht in jedem Einzelfall ganz reibungslos klappt.

„Die seit dem 18. September 2016 geltenden Vorgaben zur gesetzlichen Kontenwechselhilfe werden von den deutschen Banken und Sparkassen, die Verbrauchern am Markt Zahlungskonten anbieten, selbstverständlich beachtet“, erklärten die fünf großen Bankenverbände, die in der Deutschen Kreditwirtschaft organisiert sind, auf Anfrage.

Es gibt Anfangsschwierigkeiten

Allerdings berichtet Joachim Schmalzl, Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkasen- und Giroverbandes (DSGV), von Einzelfällen, in denen die Fristen nicht eingehalten werden. „Wir bekommen schon Rückmeldungen von Sparkassen als aufnehmendes Institut, dass es nicht immer so hinhaut“, sagt Schmalzl. Er würde das aber als „klassische Anfangsschwierigkeiten“ verbuchen.

Nach den verschärften Vorgaben muss das neue Institut ein- und ausgehende Überweisungen sowie Lastschriften des alten Kontos übernehmen. Die bisherige Bank hat dazu dem neuen Institut und dem Kunden eine Liste der Aufträge der vorangegangenen 13 Monate zu übermitteln. Nach spätestens zwölf Geschäftstagen soll das neue Konto fertig eingerichtet sein.

Verbraucherschützer hatten die Neuregelung zum Kontowechsel begrüßt, sie gebe Kunden gerade in Zeiten steigender Gebühren die Chance, einfacher die Hausbank zu wechseln. Doch beim Kontowechsel sind die Deutschen traditionell eher träge. Einer Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom aus dem Juni 2016 zufolge haben drei Viertel der Deutschen ihre Hauptbankverbindung noch nie gewechselt. Daran hat auch die Neuregelung nicht grundsätzlich etwas geändert, wie DSGV-Vorstandsmitglied Schmalzl bestätigt: „Es gibt nicht die Schwemme von Wechslern, die vielleicht erwartet wurde.“ dpa

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Erstellt:
13. März 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
13. März 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. März 2017, 06:00 Uhr

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