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Kommentar zum Textilsiegel „Grüner Knopf“

Verbindliche Regeln

Es klingt erst mal gut: 50 Unternehmen haben angekündigt, beim neuen Textilsiegel „Grüner Knopf“ mitmachen zu wollen, sie wollen sich damit zu fairen Produktionsbedingungen und ökologischen Standards verpflichten. Das sind aber nicht mal 4 Prozent der 1300 Textilunternehmen in Deutschland.

17.08.2019

Von SIMONE DÜRMUTH

Simone Dürmuth Foto: Marc Hörger

Ulm. Man möchte sagen „Es ist ein Anfang.“ Tatschlich gibt es aber bereits zahlreiche Siegel: GOTS, Blauer Engel und Oeko-Tex-Standard 100 zum Beispiel stehen für weitgehend schadstofffreie Produkte; Fair Wear Foundation und Fairtrade Textile Produktion sichern faire Produktionsbedingungen zu.

Ein staatliches Siegel, das auf Freiwilligkeit setzt, ist da keine Bereicherung. Will der Gesetzgeber tatsächlich etwas an den Zuständen in der Textilproduktion ändern, müssten verbindliche Regeln geschaffen werden, etwa, dass die Produzenten für die Arbeitsbedingungen bei ihren Zulieferern haften. Nur dann ist der Druck auf die Industrie groß genug, dass sich auch etwas ändert.

Wie so oft sind aber auch wir Konsumenten gefragt: Wenn uns die Arbeitsbedingungen der Näherinnen in Bangladesch wirklich wichtig sind, dann müssen wir auch so handeln. Zum Beispiel, indem wir die Produkte von zertifizierten Produzenten kaufen – sie sind oft kaum teurer als vergleichbare Markenprodukte. Solche Siegel gibt es bereits genügend.

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Erstellt:
17. August 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
17. August 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. August 2019, 06:00 Uhr

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