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Stuttgart

Verband fordert zentrales Bauministerium

Baden-Württembergs Landesregierung zieht aus Sicht eines Immobilienverbandes beim Wohnungsbau nicht an einem Strang.

22.03.2016
  • DPA

Stuttgart. Ein Wirrwarr aus Kompetenzen verschiedener Ministerien erschwere den Dialog mit der Wirtschaft und Fortschritte in der Baupolitik. Das sagte der Vorsitzende des Verbandes baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen (VBW), Robert an der Brügge, gestern in Stuttgart. "Jedes Ministerium vertritt seine eigenen Interessen - es mangelt an Abstimmung."

Die neue Regierung sollte Wohnungs- und Baukompetenzen in einem Ministerium bündeln, wie dies bis 2006 - damals im Innenministerium - geschehen sei. Derzeit seien die Zuständigkeiten auf die Ressorts Infrastruktur, Umwelt, Wirtschaft- und Finanzen sowie Integration aufgeteilt. Der Verbandschef forderte zudem, das Wohnbauförderprogramm von 115 Millionen Euro pro Jahr "um ein Vielfaches" aufzustocken, auch um den Jahresbedarf an 25 000 Wohnungen für Flüchtlinge zu decken. Über zinslose Darlehen, die über das Landesprogramm bereitstehen, könnten maximal 2000 Wohnungen im Jahr entstehen. Der VBW vertritt 300 Immobilienfirmen mit 450 000 Wohnungen im Südwesten, knapp zehn Prozent des Gesamtbestandes.

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22.03.2016, 08:30 Uhr
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