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Venus Williams wie ein Wirbelsturm
Ideale Körperspannung vor dem Schlag: Venus Williams ist auch mit 36 Jahren noch Perfektionistin. Foto: afp
Zurück zu alter Stärke: US-Amerikanerin lässt Metzingerin Laura Siegemund keine Chance

Venus Williams wie ein Wirbelsturm

Laura Siegemund und Julia Görges haben es erfahren müssen: Venus Williams ist zurück in der Spitze. Mit 36 sucht sie noch immer nach dem perfekten Match.

05.09.2016
  • SID

New York. Nach zwei Jahrzehnten in den Mühlen der Profitour treibt Venus Williams noch immer die Sehnsucht an. Pokale, Preisgeld und Prestige hat die siebenmalige Grand-Slam-Siegerin genug gesammelt, dafür spielt sie längst nicht mehr Tennis. Williams ist auf der Suche nach etwas Anderem, etwas, das sie nie erreichen wird: Sie sucht nach dem perfekten Match.

Laura Siegemund und Julia Görges, die bei den US Open von der ältesten Spielerin im Feld jeweils in zwei Sätzen vom Platz geschossen wurden, werden es nicht gerne hören, aber in beiden Partien kam Williams ihrer eigenen Vorstellung vom maximal Möglichen nicht einmal nahe. Mit 36 Jahren hat die ältere der beiden Williams-Schwestern ihre Grenzen auf dem Court noch einmal neu definiert.

„Ich erwarte von mir noch immer Perfektion“, sagt sie, „egal, was ich gerade durchmachen muss.“ Die Autoimmunerkrankung Sjögren-Syndrom, die vor fünf Jahren diagnostiziert wurde, hat Williams stark und schwach zugleich gemacht. Die extremen Phasen, als sie zeitweise tagelang ans Bett gefesselt war, sind mittlerweile seltener geworden, seit diesem Jahr fühlt sie sich konstant besser. „Also habe ich angefangen, nach Wegen zu suchen, die das Beste aus mir rausholen“, sagt Williams. Erst ernährte sie sich vegan, mittlerweile stehen wieder Eier, Käse und Fisch auf dem Speiseplan. Neuerdings verzichtet Williams auf Zucker. „Ich fühle, dass es mir hilft, sonst würde ich wieder damit anfangen“, sagt sie und lacht.

Willenskraft ihr ist Rezept, auf und neben dem Platz. Siegemund und Görges berichteten nach ihren Niederlagen, wie erdrückend ihr Spiel ist. „Man muss einen Sturm überstehen, bevor man überhaupt im Ballwechsel ist“, sagte die Metzingerin Siegemund nach dem 1:6, 2:6 am Samstag: „Die ersten Bälle sind so präzise und druckvoll, danach ist oft alles schon gegessen.“ Görges sprach von „mächtig viel Tempo“ im Spiel. Mit diesem Konzept war Williams bereits gegen Steffi Graf erfolgreich, allerdings hat sie alle Komponenten über die Jahre verfeinert – und steht mittlerweile wieder auf Platz sechs der Weltrangliste.

Ihre Schwester Serena, mit 307 Siegen mittlerweile die erfolgreichste Grand-Slam-Spielerin in der Geschichte des Profitennis, bezeichnet Venus als ihre Inspiration. „Ich weiß nicht, ob ich in ihrer Situation solch‘ eine Stärke aufgebracht hätte. Sie hat dieses Kämpferherz, um allen Widerständen zu trotzen.“ Und, um immer wieder aufs Neue das perfekte Match anzustreben, auch heute in ihrem Achtelfinale gegen die Tschechin Karolina Pliskova.

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05.09.2016, 06:00 Uhr
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