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Münsingen

Vater als Dealer: Jugendliche schnupfen Heroin

Weil er im Verdacht steht, mit Heroin gehandelt zu haben, ermitteln die Staatsanwaltschaft Tübingen und die Kriminalpolizei Reutlingen gegen einen 43-jähriger Münsinger. Sein 14-Jähriger Sohn hatte das Heroin an drei Jugendliche verteilt, die die Droge schnupften.

17.02.2010

Von tol

Drei Schüler einer Münsinger Hauptschule erzählten Anfang Februar ihrem Lehrer, dass sie etwa zwei Wochen zuvor Heroin geschnupft hatten und seither immer wieder unter Übelkeit litten. Ein 14-jähriger Mitschüler, so die Jugendlichen, habe ihnen das Rauschgift eines Tages geschenkt.

Als die Kriminalpolizei den 14-Jährigen und sein Umfeld unter die Lupe nahm, stieß sie auf dessen Vater, den jetzt Beschuldigten. Der 43-Jährige war nicht nur einschlägig vorbestraft, er hatte auch Kontakt zu einigen möglichen Drogenhändlern, gegen die im vergangenen September im Zusammenhang mit einem Drogentoten in Münsingen ermittelt wurde.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des Mannes fanden die Ermittler 138 Gramm verkaufsfertig abgepacktes Heroin und dealertypische Utensilien, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch mit. Der 14-Jährige hatte seinen Vater wohl beim Verstecken der Rauschgiftpäckchen beobachtet, später etwas von den Drogen an sich genommen und den drei 14 und 15 Jahre alten Jugendlichen geschenkt.

Das Trio hatte bislang nichts mit Rauschgift zu tun gehabt und schnupfte das Heroin aus reiner Neugier. Dass sie Vergiftungserscheinungen hatten, aber in keinen lebensbedrohlichen Zustand kamen, war nur der von ihnen zufällig gewählten, geringen Dosis zu verdanken. Sie haben zwischenzeitlich keine gesundheitlichen Probleme mehr.

Der zuständige Haftrichter nahm den Beschuldigten auf Antrag der Staatsanwaltschaft Tübingen in Untersuchungshaft. Nach Zahlung einer Kaution wurde der Mann zwischenzeitlich gegen Auflagen auf freien Fuß gesetzt.

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Erstellt:
17. Februar 2010, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
17. Februar 2010, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. Februar 2010, 12:00 Uhr

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