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Nahverkehr

VVS-Tarif soll wieder steigen

Landkreise im Verbund lehnen eine Nullrunde für 2020 ab. Stadt und Land setzen sich für stabile Preise ein.

02.12.2019

Von Daniel Grupp

Im VVS-Gebiet sollen Fahrten mit Bahnen teurer werden. Foto: Daniel Grupp

Stuttgart. Der Versuch, den Erfolg der VVS-Tarifzonenreform von April durch einen Verzicht auf eine Tariferhöhung zu verstetigen, ist offenbar gescheitert. Die vier Verbundlandkreise Böblingen, Esslingen, Ludwigsburg und Rems-Murr lehnen für 2020 eine Nullrunde im Verkehrsverbund Stuttgart ab. Das Land und die Stadt Stuttgart wollten nach Zonenreform und Nullrunde 2019 eine Erhöhung 2020 vermeiden, um im Kampf für den Klimaschutz und saubere Luft den öffentlichen Nahverkehr zu stärken.

Das Verkehrsministerium des Landes ist sogar bereit, für fünf Jahre ein Drittel der Einnahmeausfälle zu übernehmen und danach dauerhaft ein Viertel, falls der VVS auf die Preiserhöhung verzichtet. Die Landeshauptstadt würde von den verbliebenen 6,3 Millionen Euro Unterdeckung 2,8 Millionen übernehmen, die Landkreise hätten 3,5 Millionen Euro tragen sollen.

Die Kreise betonen in einer gemeinsamen Erklärung, dass ihnen trotz des Landeszuschusses die Belastung zu hoch sei, denn auf sie kämen weitere Investitionen und Verkehrsverbesserungen zu. „Unser Hauptziel muss jetzt zunächst sein, die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs voranzutreiben“, so die Erklärung der Kreise. Eine Nullrunde erwecke falsche Erwartungen: Mit diesen Beträgen könnten hingegen viele tausend zusätzliche Buskilometer bestellt werden.

Geplant ist jetzt, dass die Fahrpreise im VVS im April 2020 im Durchschnitt um 1,9 Prozent steigen. Das schlägt der Verband Region Stuttgart dem Verkehrsausschuss der Region vor, der an diesem Montag tagt. Der Anstieg liegt über der Inflationsrate in Deutschland, allerdings haben die Verkehrsunternehmen des VVS eine Kostensteigerung von 3,5 Prozent angemeldet. Der Verband erwartet, dass die Differenz zwischen Unternehmenswunsch und tatsächlicher Preiserhöhung von etwa neun Millionen Euro durch eine Zunahme der Fahrgastzahlen ausgeglichen wird.

Die Region schlägt vor, die Ticketpreise für Auszubildende, Schüler und Kinder stabil zu halten. Besonders stark steigen die Preise aber für die ersten beiden Zonen für Einzeltickets und für das bei Gelegenheitsfahrern beliebte 4er-Ticket.

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Erstellt:
2. Dezember 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
2. Dezember 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 2. Dezember 2019, 06:00 Uhr

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