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VSG rechnet nach Punktabzug mit Abstieg / Chance für die Rottenburger Volleyballer?
Minutenlange Diskussion mit Schiedsrichter Manohar Faupel: Coburgs Trainer Itamar Stein (rechts) nahm unerlaubt eine dritte und vierte Auszeit.
Neue Chance für den TV Rottenburg?

VSG rechnet nach Punktabzug mit Abstieg / Chance für die Rottenburger Volleyballer?

Ganz plötzlich hat der TV Rottenburg ohne eigenes Zutun gute Chancen, in der Bundesliga zu bleiben. Denn der VSG Coburg/Grub werden mindestens sechs Punkte abgezogen. Das gab die Liga kurz vor deren Spiel beim TVR bekannt.

07.03.2016
  • Tobias Zug

Rottenburg. Eigentlich waren in der Bundesliga nur der TV Rottenburg, CV Mitteldeutschland und Netzhoppers KW-Bestensee im Kampf gegen den Abstiegsplatz verwickelt. Bis Freitag. Da erhielt die VSG Coburg/Grub Post von der Liga (VBL): Wegen Verstößen gegen die Auflagen im wirtschaftlichen Lizenzierungsverfahren werden der VSG in der Hauptrunde drei Punkte abgezogen. Und: Sollte die VSG die Auflagen in der kommenden Woche nicht erfüllen, würde ihr ein weiterer Punkt abgezogen werden.

Nach der 0:3-Niederlage und den drei Punkten Abzug sind die Coburger, die sportlich 17 Punkten hätten, damit punktgleich mit dem Drittletzten TV Rottenburg, der wenige Siege als die VSG hat. Den Coburgern macht – wie dem TV Rottenburg auch – der neue Ligaplan schwer zu schaffen, sie müssen unter anderem zwei hauptamtliche Stellen in der Geschäftsleitung schaffen. „Wir müssen also mit einem deutlich höheren Etat planen“, sagt VSG-Teammanager Michael Dehler auf der VSG-Internetseite, „unser Etat war in jeder Saison auf Kante genäht, und die Einsparungen bei Fahrt-, Werbe- und Spieltagskosten sind an ihre Grenzen gestoßen.“

Coburgs Trainer Itamar Stein wollte und konnte nach dem Spiel in Rottenburg nicht viel zu der Situation und den Punktabzügen sagen: „Ich bin für das Sportliche verantwortlich“ Während des Spiels zog Stein den Unmut der Zuschauer auf sich: Der Coburger hatte im zweiten Satz beim Stand von 21:16 eine Auszeit beantragt – allerdings bereits zum unerlaubt dritten Mal. Weshalb ihm Hauptschiedsrichter Harald Rieger die gelbe Karte zeigte.

Doch die Diskussionen gingen weiter. Minutenlang wurde das Spiel unterbrochen. Stein ging auf Schreiber Axel Schunack zu, der ganz nervös auf seinen Bildschirm stierte und mit den Armen ruderte. Der VSG-Coach war sich nicht mehr bewusst, schon eine zweite Auszeit genommen zu haben. Die Zuschauer pfiffen. Die Spieler warteten ungeduldig. Als Stein erneut eine Auszeit beantragte, erhielt er vom Schiedsrichter die rote Karte – und der TVR damit einen Punkt zum 22:16.

Später war Stein einsichtig: „Das war mein Fehler“, sagte er, „ich hatte den Schiedsrichter nicht richtig verstanden, habe mich danach auch bei ihm entschuldigt.“ Bei der VSG Coburg/Grub herrscht derzeit Untergangsstimmung. „Wir spielen eigentlich eine gute Runde“, sagt Stein, „aber am Ende steigen wir vielleicht ab.“ Die VSG Coburg/Grub muss bis 1. April die Lizenzunterlagen für eine Lizenz in der ersten oder zweiten Liga bei der VBL einreichen. Für den Fall, dass dies nicht möglich ist, droht der Gang in die dritte Liga oder gar ein kompletter Verzicht auf ein hochklassiges Spielrecht. „Vielleicht gibt es ja doch noch einen Retter, der nächste Woche oder spätestens bis Ende des Monats zu Gesprächen bereit ist und uns bei einer Neuausrichtung unterstützt“, wird Dehler zitiert.

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07.03.2016, 01:00 Uhr
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