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Wirtschaft

VERBRAUCHERTIPP: Touristen statt Mieter

Städteurlaub in der Ferienwohnung - das wollen immer mehr Touristen. Berlin hat ein Gesetz gegen die privaten Vermietungen erlassen.

24.10.2015
  • DPA

Wo liegt der Stein des Anstoßes? Eine Million privat vermietete Betten soll es bundesweit geben, hat das Beratungsunternehmen DWIF ermittelt. In Berlin sieht man in ganzen Mehrfamilienhäusern nur noch Bewohner mit Rollkoffer und Reiseführer. Stephan von Dassel, grüner Bezirksstadtrat von Mitte hat recherchiert: Mehr als 23 000 Ferienwohnungen in der Hauptstadt kann man online buchen.

Schafft das Probleme? Ja, denn die 3,5-Millionen-Metropole wächst pro Jahr um 40 000 bis 50 000 Menschen. Es gibt aber zu wenig Wohnungen. In den angesagten Bezirken ist der Markt nahezu leer gefegt, Geringverdiener finden dort kaum noch eine Bleibe. Allein deshalb sind Ferienwohnungen der rot-schwarzen Koalition ein Dorn im Auge. Hinzu kommt eine Flut von Anwohner-Beschwerden: laute Partys und Müll im Hausflur.

Was macht Berlin dagegen? Seit eineinhalb Jahren gilt in Berlin das so genannte Zweckentfremdungsverbot. Wohnraum soll nicht mehr für Vermietungen an Touristen genutzt werden dürfen. Ausnahmen gibt es für Unterkünfte: Für sie gelten Übergangsfristen bis Mai 2016.

Gibt es Widerstand? Wohnungsvermittler sehen sich durch das Gesetz zu Unrecht an den Pranger gestellt: "Der Eindruck von ganzen Straßenzügen, die durch private Ferienwohnungen geprägt sind, ist eine Mär", sagt Arne Kahlk vom Online-Portal Wimdu. Auch in Trendvierteln wie dem Prenzlauer Berg, Friedrichshain oder Kreuzberg habe Wimdu nicht mehr als 300 Wohnungen.

Was wollen Privatvermieter dagegen machen? Wimdu und die Appartement-Allianz lassen eine Klage beim Berliner Verfassungsgerichtshof vorbereiten. Die Kläger sehen die Grundrechte von privaten Vermietern wie von gewerblichen Vermittlern verletzt.

Es geht also um die Verteidigung von Geschäftsinteressen? Den Bedarf an Ferienwohnungen gebe es eindeutig, sagt Wimdu-Jurist Peter Vida. Berlin habe das schärfste Gesetz zum Schutz seines Wohnraums - viel restriktiver als Hamburg oder München: "Wie weit darf eine Metropole eigentlich gehen, um ihren Wohnraum zu verteidigen?"

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24.10.2015, 12:00 Uhr
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