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Flugbereitschaft

Ursache für Bruchlandung gesucht

Nach der Panne gibt es für den Bundespräsidenten ein Upgrade auf eine größere Maschine.

18.04.2019

Von ELLEN HASENKAMP

„Unkontrollierte Flugbewegungen“ der Global 5000. Foto: Marcel Russ/dpa

Berlin. Wenn der Bundespräsident gewollt hätte, hätte er am Mittwoch noch ein paar Leute mehr mit auf seine Reise zur Eröffnung der Bundesgartenschau in Heilbronn nehmen können. Denn die für ihn vorgesehene Global 5000 der Flugbereitschaft war nach ihrer spektakulären Notlandung vom Vortag aus dem Verkehr gezogen worden. Frank-Walter Steinmeier und sein Team wurden ersatzweise in einem deutlich größeren Airbus 319 nach Stuttgart transportiert. Unfreiwilliges Upgrade sozusagen.

Die Pannenmaschine steht unterdessen zur Begutachtung auf dem Berliner Flughafen Schönefeld. Wie stark sie bei dem Beinahe-Crash beschädigt wurde, bei dem beide Flügel Bodenkontakt hatten, wird derzeit untersucht. Mit Hochdruck arbeiten die zuständigen Experten der Bundeswehr zudem daran, die Ursache für den Zwischenfall am Dienstagmorgen herauszufinden. Nach Angaben aus der Luftwaffe wird eine erste Einschätzung „binnen Tagen“ erwartet.

Kein generelles Startverbot

Ein grundsätzliches Startverbot für die Kurz- und Mittelstreckenflieger vom Typ Global 5000 des Herstellers Bombardier hat die Bundeswehr nicht ausgesprochen. Allerdings sind die übrigen drei Maschinen des Typs derzeit ohnehin nicht vollzählig einsetzbar: Ein Flieger erhält derzeit in den USA eine Selbstschutz-Ausstattung, einer kommt gerade erst aus einer „technischen Maßnahme“, und einer befindet sich noch für bis zu vier Wochen in der Routinewartung.

Derselben Routinewartung, die die Unglücks-Global gerade erst hinter sich hatte, als sie Dienstagfrüh in Schönefeld abhob. Knapp 30 Tage lang hatte die Wartungsfirma – eine gemeinsame Tochter der Flugzeugbauer Bombardier und Lufthansa – die Maschine durchgecheckt. FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann forderte eine Überprüfung des Unternehmens. Es müsse sich nun „knallharte Fragen gefallen lassen“.

Die dreiköpfige Crew hat unterdessen das Bundeswehrkrankenhaus wieder verlassen, wohin sie nach der dramatischen Landung vorsichtshalber gebracht worden war. eha

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Erstellt:
18. April 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
18. April 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 18. April 2019, 06:00 Uhr

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