Tübingen · Wirtschaft

Unternehmer für den Klimaschutz

Lokale Akteure aus der Wirtschaft haben ein Netzwerk für das Ziel der Klima-Neutralität schaffen.

02.01.2021

Von eik

Vor kurzem beschloss der Tübinger Gemeinderat das Klimaprogramm 2030, einen Fahrplan für die kommunale Klimaneutralität. In diesem Sinne hat sich nun in Tübingen das Netzwerk „Klima-Komplizen“ gegründet, dass sich aus der Wirtschaft heraus für die Ziele des städtischen Programms einsetzen will. Das Programm sei nämlich zwar gut und richtig, so die Aktiven, doch Klimaschutz müsse weitergehen, um wirklich wirksam zu werden. Ihre Initiative aus kleinen und mittleren Unternehmen ziele darauf ab, schnellstmöglich selbst klimaneutral zu werden und andere Betriebe auf dem Weg dorthin zu unterstützen. Unternehmerische Klimaneutralität sei nicht nur das Gebot der Stunde, sie werde bald schon ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor in der Wirtschaft sein. Zudem sei es vor allem eine Verpflichtung der Industriestaaten, den eigentlichen Treibern der nahenden Klimakatastrophe, zu handeln.

Treffen und Programm

Das Netzwerk wolle künftig inspirieren, informieren und beweisen, dass Klimaneutralität und Wirtschaft sich nicht ausschließen. Im Fokus der Arbeit seien kleine und mittlere Unternehmen KMUs, die sich als flexibel, verantwortungsbewusst, zukunftsorientiert und innovativ verstünden. Dabei sei es egal, ob es sich um produzierende Firmen, Dienstleister, Handwerker, Freiberufler oder Soloselbstständige handele. Konkret wollen sich die „Klimakomplizen“ etwa um die Bilanzierung des betrieblichen CO2-Abdrucks oder des Gemeinwohl-Potenzials kümmern oder als Beispielgeber für ein Wirtschaften ohne Inlandsflüge und mit echtem Ökostrom.

Jeden dritten Dienstag im Monat gibt es künftig ein Programm zum Thema, und zwar in einem „offenen Klimasalon“ um 19.30 Uhr, entweder online oder im Coworking-Space Franz!Werk (Bei den Pferdeställen 8). Am 26. Januar geht es dabei etwa um das klimaneutrale Wirtschaften in der Praxis, im Februar steht der „Mindset Shift“ im Mittelpunkt und im April „Optionen für klimaneutrales Bauen“. Im März wird der Film „Ökozid“ gezeigt, mit Diskussion mit den Machern.

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Erstellt:
2. Januar 2021, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
2. Januar 2021, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 2. Januar 2021, 01:00 Uhr

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