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Arbeitsmarkt

Unternehmer kritisieren Abschiebungen

80 baden-württembergische Firmen fordern Einwanderungsgesetz.

21.04.2018

Von ROLAND MUSCHEL

Stuttgart. Eine von 80 baden-württembergischen Unternehmern und Handwerkern getragene Initiative spricht sich gegen die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber aus, die in Ausbildung oder Arbeit sind. Viele Firmen seien den Appellen der Politik gefolgt und hätten Migranten trotz eines hohen bürokratischen Aufwands eingestellt, sagte Gottfried Härle, Geschäftsführer der Brauerei Härle und einer der Initiatoren. In der außergewöhnlichen Situation 2015 und 2016 hätten auch die Unternehmer nicht gewusst, wer eine Bleibeperspektive habe. Nun drohten vielfach Abschiebungen.

Der Verlust dieser bereits integrierten und fest angestellten Arbeitskräfte bedeute für die Firmen aber „einen immensen wirtschaftlichen Schaden“, klagt die Initiative in einem Schreiben an Landesinnenminister Thomas Strobl. Der CDU-Politiker sagte den Unternehmern in einigen Punkten Unterstützung zu. So will er sich im Bund für die Forderung der Initiative nach einem Einwanderungsgesetz stark machen, das auch die Migration von Arbeitskräften ermöglicht, die in Gewerbebetrieben, im Handwerk oder der Gastronomie tägig werden können. Er habe ein „offenes Ohr“ für die Interessen der Wirtschaft, sagte Strobl nach einem Treffen mit rund 40 Unternehmern. Aber er müsse auch das „große Ganze“ im Blick haben und den Rechtsstaat hochhalten: „Ausreisepflicht heißt Ausreisepflicht.“ Roland Muschel

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Erstellt:
21. April 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
21. April 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. April 2018, 06:00 Uhr

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