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„Unser Traum wird greifbar“
Eine gestellte Beratungssituation im Frauenhaus. Foto: fhs
Häusliche Gewalt

„Unser Traum wird greifbar“

Der Trägerverein des 40 Jahre alten Frauenhauses in Stuttgart plant einen Neubau.

22.09.2017
  • EPD/WEB

Stuttgart. Das Autonome Frauenhaus in Stuttgart gibt es seit beinahe 40 Jahren. Mit seinen 40 Plätzen ist es nach Angaben des Vereins „Frauen helfen Frauen“ das größte in Baden-Württemberg. Über 5000 Frauen und Kinder hätten dort in den vergangenen vier Jahrzehnten Zuflucht und Unterstützung gefunden, teilte der Verein mit.

Der Verein trägt sich in seinem Jubiläumsjahr mit Bauplänen. Geplant ist ein barrierefreier Neubau mit 30 Plätzen für Frauen und Kinder. Die Adresse dieses Zufluchtsorts wird der Verein bekanntgeben, weil die Frauen dort wegen eines bewachten Zugangs keine Belästigung zu befürchten haben werden. In einer anderen, anonymen Immobilie sollen zehn Plätze entstehen.

Frauenhaus-Mitarbeiterin Andrea Bosch sagte, zur Zeit sei eine Machbarkeitsstudie für das neue Haus in Arbeit. Die Stadt habe Unterstützung für das Projekt signalisiert. „Unser Traum wird greifbar“, zeigte sich Bosch optimistisch, dass das Haus bald realisiert werden kann.

Trotz des Gewaltschutzgesetzes, das 2002 in Kraft getreten ist, seien jedes Jahr gleichbleibend viele Frauen von häuslicher Gewalt betroffen – ein Problem, das es in allen Schichten gebe, sagte Iris Enchelmaier, Mitarbeiterin der Fraueninterventionsstelle von „Frauen helfen Frauen“.

Der 1977 gegründete Verein „Frauen helfen Frauen“ setzt sich seit vier Jahrzehnten gegen körperliche, psychische und sexuelle Gewalt von männlichen Familienangehörigen gegen Frauen und Kinder ein. Zuerst eröffnete der Verein eine Zufluchtsstätte für Frauen, die 1983 zum Autonomen Frauenhaus Stuttgart in seiner heutigen Größe mit 40 Plätzen für Frauen und Kinder ausgebaut wurde.

Noch dieses Jahr soll ein spezielles Projekt für geflüchtete Frauen starten, die häusliche Gewalt erfahren haben. „Zunehmend kommen geflüchtete Frauen in die Beratung“, sagte Enchelmaier. Die Hürde, sich im fremden Land Hilfe zu holen oder sich vom eigenen Mann zu trennen, sei allerdings sehr groß. „Ich bin mir sicher, dass auch viele geflüchtete Frauen häusliche Gewalt erleben, aber damit nicht nach außen gehen,“ sagte sie. epd/web

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22.09.2017, 06:00 Uhr
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