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„Unser System ist stabil“
Obacht! Wenn sie schon 12000 Kilometer anreisen, dann wollen sie auch ein volles Festivalgelände: „La Fanfarria del Capitán“ aus Buenos Aires.PR-Bild
U&D 2017

„Unser System ist stabil“

Vier Monate vor dem 33. Mössinger „Umsonst & Draußen“ steht der erste Headliner. Bei der Planung des Festivals können sich die Veranstalter auf sichere Strukturen verlassen.

23.03.2017
  • Eike Freese

Der erste Headliner steht fest – und dürfte prima taugen als Zugpferd für das 33. Mössinger Umsonst und Draußen-Festival. „La Fanfarria del Capitán“ spielen einen tanzbaren Multikulti-Mix aus Latin, Ska, Folk und Balkan und werden zur besten Zeit am U&D-Samstag auftreten. Gutes Wetter vorausgesetzt, scheint damit Bombenstimmung am zweiten Tag schon einmal gesichert: La Fanfarria touren seit Jahren ununterbrochen rund
um den Erdball, von China bis Russland, vor allem aber in Mitteleuropa.

In den kommenden Wochen will das U&D-Organisationsteam Stück für Stück die weiteren Bands des Festivals rauslassen. Für die Veranstalter vom Mössinger Verein „Monokultur“ kommt es darauf an, das Thema U&D bis zum Festivalwochenende am 28. und 29. Juli am Köcheln zu halten. Nicht zuletzt, um möglichst viele Helfer aus der Region zum Mitmachen zu bewegen und den einen oder anderen auch langfristig ans Projekt zu binden.

In den vergangenen Jahren, vor allem auch nach der einmaligen Absage des U&D in 2014, haben Neuaufstellung, Verjüngung und Aktivierung der Mitmacher prima geklappt, sagt Johannes Brauchle von „Monokultur“: „Wir waren sehr zufrieden mit dem U&D im letzten Jahr – unser System ist stabil.“ Rund 4000 Besucher – so genau kann man das bei einem „Umsonst & Draußen“ nicht sagen – waren in 2016 zwischen den zwei Bühnen auf dem Hegwiesen-Gelände dabei.

Es gibt zwar noch einige alte Hasen im Team der Veranstalter, doch zeigt sich, dass es offenbar klappt, immer mal wieder neue Leute an die Aufgaben der Festival-Organisation heranzuführen. Selbstverständlich ist das nicht. Einige der U&-Verantwortlichen studieren altergemäß (oder arbeiten) in einem Umkreis von rund 200 Kilometern ums Steinlachtal. Das Festival ist für sie ein Grund, die Bindung an Mössingen aus der Ferne aufrecht zu erhalten.

Was das Ganze einfacher macht: Die Organisation des Events ist seit mehreren Jahren auf mehr Köpfe verteilt. Das Team hat Kompetenzbereiche wie Sponsoring, Booking, Finanzen, Backstage-Organisation und PR klar voneinander abgegrenzt und an einen oder zwei Mitmacher vergeben. So kommt es dazu, dass etwa die 24-jährige Dorina Tuono, die im Alltag in Tübingen Judaistik und Internationale Literaturen studiert, von „hauptsächlich Spaß“ reden kann, wenn sie aufs Stresslevel in ihrem Bereich „Sponsoring“ angesprochen wird. „Außerdem genießen wir bei uns eine schöne Gemeinschaft“, so Tuono.

Damit die stabil bleibt und weitere Mössinger immer mal wieder in Kontakt mit dem U&D kommen, verstärkt Monokultur die Präsenz des Festivals über das Jahr. Im April etwa ist eine Teenie-Disko geplant, um junge Leute ab 14 Jahren mit dem Projekt bekannt zu machen. Im Dezember vergangenen Jahres gab es ein Konzert im Jugendhaus, die traditionelle „Jane“-Party und einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt. Nicht zuletzt erweitern solche Aktionen den finanziellen Spielraum. Denn obwohl das U&D für die Zuschauer gratis ist – gerade die bekannteren Bands wollen Gage, Unterkunft, Transport und Verpflegung. Zwar kommt das meiste Geld durch den Getränkeverkauf an den Festivaltagen hinein – doch abseits davon sind weitere Geldquellen sehr willkommen.

Wie auch im vergangenen Jahr suchen die U&Dler zudem die Kooperation mit der Jugendmusikschule Steinlach: Musikschul-Bands haben beim Festival die Möglichkeit, ihre Live-Fähigkeiten zu testen oder auszubauen. Auch mit den weiterführenden Schulen im Steinlachtal wollen die U&Dler zusammenarbeiten, um sich den Nachwuchs für die kommenden Jahre zu sichern. Der harte Kern der Organisatoren ist derzeit zwischen 20 und 30 Jahren alt. „Aber es gab auch richtig junge beim vergangenen Festival und das war natürlich super“, sagt Johannes Brauchle.

In den kommenden Wochen kommt es für „Monokultur“ nun darauf an, das Line-Up über „La Fanfarria del Capitán“ hinaus zu komplettieren. Bands schätzen an Festivals wie dem U&D die Möglicheit, Fans zu gewinnen über ihre etablierten Freundeskreise hinaus. Tatsächlich bekommt „Monokultur“ auch abseits eigener Akquise eine große Zahl von Anfragen, darunter auch Kurioses wie etwa die Eurodance-Gruppe „Venga Boys“.

Das Konzept der Vielfalt, das in den vergangenen Jahren gepflegt wurde, soll in zwei Abende gegossen werden. „Der Freitag wird rockig, da kommt auch unsere Monokultur-Punk-Lobby zum Zug“, sagt Jonas Schweizer, der fürs Booking zuständig ist. Am Samstag planen er und Kollege Benjamin Ladewig dann auch Elektro- und HipHop-Acts und möglicherweise die eine oder andere Akustik-Band.

Das U&D 2017 läuft am 28. und 29. Juli

Wie in den vergangenen Jahren auch findet das 33. U&D-Festival am ersten Wochenende der Sommerferien auf dem Hegwiesen-Gelände beim Freibad statt. Das Konzept mit einer großen Bühne und einer weiteren Zelt-Bühne soll weitergeführt werden. Rund 200 Helfer brauchten die U&Dler im vergangenen Jahr – und in diesem Jahr wird es wohl wieder die gleiche Zahl sein. Wer am Festivaltag oder schon zuvor helfen möchte, kann sich über die Facebook-Seite „U&D Mössingen“ oder per Mail an info@umsonstunddraussen.com melden.

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23.03.2017, 01:00 Uhr
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