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Wahl

Uni soll bei Stadtthemen mitmischen

Michael Resch möchte Wolfram Ressel als Rektor ablösen und an der Hochschule neue Akzente setzen.

09.02.2018

Von DANIEL GRUPP

Michael Resch will Rektor der Uni Stuttgart werden. Foto: Boris Lehner for HLRS

Stuttgart. Wolfram Ressel möchte Ende Mai zum dritten Mal zum Rektor der Universität Stuttgart gewählt werden. Der Informatikprofessor Michael Resch tritt gegen ihn an. Er will die Uni intern und nach außen neu positioniern. An diesem Freitag endet die Bewerbungsfrist.

Resch, der das Höchstleistungsrechenzentrum der Uni leitet, meint, dass sich an der Spitze der Uni etwas ändern muss und sagt dies auch offen. Daher hätten ihn schon andere Uni-Angehörige auf eine Bewerbung angesprochen. Er sei überrascht, dass sich Ressel um eine dritte sechsjährige Amtszeit bewerbe. Das sei an der Uni Stuttgart nicht üblich. Als Rektor möchte der Herausforderer den Fakultäten mehr Freiräume geben. Über die Rollenverteilung zwischen Uni-Leitung und Fakultäten werde seit längerem diskutiert. Bei den „wissenschaftlichen Weichenstellungen“ und den Berufungen sollen die Fakultäten das entscheidende Wort haben, das Rektorat nur koordinieren.

In der Außenwirkung wünscht sich Resch eine stärkere Präsenz der Hochschule im Sinne einer „Universität für Stuttgart“, die Themen der Stadt mit Fachwissen begleitet. Zum Beispiel hätte er sich bei Stuttgart 21 eine moderierende Rolle gewünscht. Als aktuelle Themen, zu denen die Universität Beiträge leisten könnte, nennt er die Feinstaubdebatte und die Zukunft der Elektromobilität. Resch sieht sich nicht als Vertreter einer Fraktion, sondern glaubt, dass er querbeet auf Zustimmung stößt.

Rektor Ressel lässt indes über Pressesprecher Hans-Herwig Geyer ausrichten, er werde sich derzeit nicht zu dem Thema äußern. Frank Englmann ist als Dekan der sozialwissenschaftlichen Fakultät Mitglied im 36-köpfigen Senats. Er sieht auch Vorzüge des Amtsinhabers und verweist auf Erfolge bei der Exzellenzinitiative, wo die Uni mit vier Exzellenzclustern bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft die entscheidende Bewerbungsrunde erreicht habe. Seine Entscheidung will Englmann davon abhänig machen, wie sich die zur Wahl stehenden Bewerber präsentieren.

Eine Findungskommission wird nun unter den Bewerbern zwei oder drei geeignete Kandidaten vorschlagen. Abstimmen dürfen dann die elf Mitglieder des Universitätsrats und der Senat. Im ersten Wahlgang ist eine Mehrheit in beiden Gremien erforderlich. Daniel Grupp

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Erstellt:
9. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
9. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. Februar 2018, 06:00 Uhr

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