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TÜBINGEN

Uni: Kein Kahlschlag bei Geisteswissenschaften

Die Geisteswissenschaften haben in Tübingen von 1995 bis 2005 weniger Stellen verloren als an andere Universitäten im Bundesgebiet. Unter dem Strich fielen drei Stellen weg.

22.08.2007

Einen Kahlschlag bei den Geisteswissenschaften beklagt der Deutsche Hochschulverband: Eine Auswertung bundesweiter Daten habe ergeben, dass zwischen 1995 bis 2005 in den Sprach- und Kulturwissenschafte 11,6 Prozent aller Professuren gestrichen wurden.

In Tübingen sieht das anders aus, wie die Universität auf Nachfrage mitteilte. In den entsprechenden Fakultäten – Philosophie und Geschichte, Neuphilologie und Kulturwissenschaften – gab es 2005 noch 85 Professorenstellen, drei weniger als im Jahr 1995. Unterm Strich gab es damit – trotz des Solidarpaktes und einer vom Land verordneten Streichung von zehn Prozent – bei den Professuren nur einen Schwund von 3,4 Prozent. Die Zahl ist allerdings relativ zu sehen, da de facto mehr Stellen gestrichen wurden, diese aber durch neu geschaffene Professuren kompensiert wurden.

So kam es zu mehreren Verschiebungen. In der Koreanistik etwa wurde eine Professur gestrichen. Andererseits entstanden in den Ostasienwissenschaften zwei neue Professuren: in der Sinologie und in der Japanologie. Weggefallen ist zum Beispiel auch die einzige Professur für vergleichende Sprachwissenschaft. Gestärkt wurde die Altorientalistik, die eine Professur hinzubekam.

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22.08.2007, 12:00 Uhr
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