Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Popmusik

Uni Freiburg bekommt Stones-Archiv

Die Sammlung eines leidenschaftlichen Fans der berühmten Rockband steht der Forschung zur Verfügung.

29.03.2017

Von PETRA WALHEIM

Einzigartig und umfangreich: die Stones-Sammlung. Foto: dpa

Freiburg. Seine Sammlung füllte das Dachgeschoss des Hauses – 125 Quadratmeter Rolling Stones. Reinhold Karpp aus Bonn war leidenschaftlicher Fan der Rockband. Fast 50 Jahre lang sammelte der Anwalt alles, was er von Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts und Ron Wood finden konnte. Die Sammlung umfasst mehr als 15?000 Tonträger mit einzigartigen Pressungen, fast zehn Meter Bücher, Zeitungsausschnitte, Zeitschriften, Buttons, Kissen mit Stoneslogo-Zungen-Motiv und einen Flipperautomaten, auf dem die Bandmitglieder abgebildet sind.

Das alles, in mehr als 100 Kartons verpackt, hat die Familie nach Karpps Tod im Jahr 2012 nun dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik (ZPKM) der Freiburger Uni zu Forschungszwecken ausgeliehen.

Karpps Leidenschaft begann auf der Nordseeinsel Spiekeroog. Dort besuchte er ein Jungen-Internat, hörte Piratensender – und zum ersten Mal die Stones. Das war 1964. „Die Musik hat ihn sofort begeistert“, sagte seine Tochter Annette Karpp bei der Übergabe der Sammlung an das ZPKM.

Als er im gleichen Jahr ein Praktikum in London absolvierte, erlebte er sein erstes Stones-Konzert. „Da war es um ihn geschehen“, sagt die Tochter. Fortan sammelte er alles, was er finden konnte, und besuchte 130 Konzerte weltweit. Ihn interessierte nur die Musik. Mick Jagger und Co. habe er nie kennengelernt, „obwohl das sicher möglich gewesen wäre“.

Nach dem Tod des Vaters war es den drei Töchtern wichtig, die Sammlung als Einheit weiterzugeben. „Ich habe mich an mehrere Einrichtungen gewandt“, sagt Annette Karpp. Der Kontakt mit Michael Fischer, dem geschäftsführenden Direktor des ZPKM, sei gleich angenehm gewesen. Deshalb sei die Sammlung nun in Freiburg. Fischer bewertet sie als „europaweit, wenn nicht weltweit einzigartig“. Sie steht Musikwissenschaftlern für die Forschung zur Verfügung, Museen können für Ausstellungen Stücke ausleihen. Petra Walheim

Zum Artikel

Erstellt:
29. März 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
29. März 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 29. März 2017, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen?
Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Aus diesem Ressort
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+      Google+