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Ungewisse Zukunft
Zum Rücktritt aufgefordert: Horst Seehofer. Foto: afp
CSU

Ungewisse Zukunft

27.09.2017
  • PATRICK GUYTON

München. Die politische Zukunft von Horst Seehofer wird immer ungewisser. Nach der schweren Niederlage der CSU bei der Bundestagswahl gibt es in der Partei immer mehr Rücktrittsforderungen an den Vorsitzenden und bayerischen Ministerpräsidenten. Bedeutend ist dabei, dass diese mittlerweile auch aus der CSU-Landtagsfraktion kommen. „Ich glaube, wir brauchen einen anderen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl“, sagte der Abgeordnete Alexander König. In Bayern wird im Herbst 2018 gewählt. „Wir brauchen einen Neuanfang“, meinte die Parlamentarierin Petra Guttenberger.

Dutzendfache ähnliche Äußerungen gibt es an der CSU-Basis auf Ebene der Orts- und Kreisverbände. Peter Daniel Forster, Kreischef der CSU Nürnberg-Süd, schreibt: „Unser Parteivorsitzender wäre jetzt gut beraten, den Weg frei zu machen für einen neuen Parteichef und Ministerpräsidenten.“ Auch der oberpfälzische CSU-Bezirksvorstand stellt die neuerliche Landtags-Spitzenkandidatur von Ministerpräsident Horst Seehofer infrage. CSU-Bezirkschef Albert Füracker sagte, es sei richtig, dass Parteichef Seehofer die Koalitionsverhandlungen in Berlin führe. Der Bezirksvorstand sei sich aber mehrheitlich einig gewesen, dass es parallel dazu eine Debatte über einen „geordneten personellen Übergang“ geben müsse.

Ihren Ausgang haben die Rücktrittsforderungen in Franken genommen, wo der Seehofer- Konkurrent Markus Söder seine Machtbasis hat. Der bayerische Finanzminister selbst äußerte sich nicht direkt über die Zukunft Seehofers, verlangte aber genaue Überlegungen, „wie die Koalitionsverhandlungen geführt werden und wie sich die Partei für die Landtagswahl im kommenden Jahr aufstellt“.

Horst Seehofer selbst, der gestern in Berlin war, kritisiert eine „Debatte zur Unzeit“. Derzeit habe die Parteiführung wegen einer möglichen Regierungsbildung eine „ungewöhnlich schwierige Situation“ zu bewältigen. Als richtigen Ort für eine Personaldebatte empfiehlt er den CSU-Parteitag, der Mitte November in Nürnberg stattfindet.

Unterstützung erhält Seehofer unter anderem von Alexander Dobrindt, dem neuen Chef der Berliner Landesgruppe, Generalsekretär Andreas Scheuer sowie Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. Mit Spannung wird die heutige erste Sitzung der CSU-Landtagsfraktion nach der Sommerpause erwartet. Dort könnten Abgeordnete ihrem Unmut über Seehofer freien Lauf lassen. Patrick Guyton

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27.09.2017, 06:00 Uhr
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