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Kommentar · NSU-Prozess

Unerträglich

Das Entsetzen der Angehörigen der NSU-Opfer über die Aussage von Beate Zschäpe ist mehr als verständlich. Es klingt wie eine Verhöhnung der Ermordeten und des Gerichts, wenn Verteidiger Mathias Grasel anderthalb Stunden lang die Versuche der 40-Jährigen verliest, sich aus der strafrechtlichen Verantwortung für die Taten der NSU-Bande zu winden.

10.12.2015
  • ULRICH BECKER

Dreizehn Jahre lang will Zschäpe von den Taten ihrer Mitbewohner Böhnhardt und Mundlos immer erst im Nachhinein erfahren haben. Mitglied einer Terrorgruppe sei sie nie gewesen. Statt echter Aufklärung gibt es nur eine jämmerliche Entschuldigung gegenüber den Opfern.

Seit zweieinhalb Jahren treibt Beate Zschäpe das Gericht und die Öffentlichkeit vor sich her und macht eine vernünftige Führung des Prozesses nahezu unmöglich. Hinter den Wendungen und Volten der Angeklagten steht nur ein Ziel: Distanz zu den Mittätern zu schaffen, um ihre Verstrickung in die Taten zu verharmlosen und damit das Strafmaß zu drücken.

Moralisch ist das schier unerträglich - aber das gute Recht der mutmaßlichen Terroristin. Ihr wie jedem Angeklagten steht es zu, die Strafprozessordnung zum eigenen Vorteil anzuwenden. Auf dieser Klaviatur spielt Beate Zschäpe bisweilen unerträglich virtuos. Diesem Spiel gelassen zuzusehen, weiterhin nach rechtsstaatlichen Grundsätzen zu verhandeln und am Ende zu urteilen, beweist die Stärke eines Rechtssystems. Auch wenn es immer schwerer fällt.

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10.12.2015, 06:00 Uhr
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