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Tübingen

Unbeachtet

Sepp Buchegger stellt einen Teil seiner im SCHWÄBISCHEN TAGBLATT erschienenen Karikaturen in der Tübinger Martinskirche aus.

17.02.2018

Von Wolfgang Jacobi, Tübingen

Zahlreiche Original-Karikaturen des genialen Tübinger Künstlers Sepp Buchegger schmücken die Tübinger Vesperkirche. Leider zwingt die missglückte Hängung kunstsinnige Besucher/innen, entweder vor Öffnung um 11.30 Uhr zu kommen, oder zu lange zu bleiben, über 14.30 Uhr hinaus. Die ehrenamtlichen Helfer/innen können Ersteres verhindern und sind über Letzteres bestimmt nicht begeistert. Wer während der Essensausgabe Bucheggers Karikaturen sehen will, müsste über die Tische klettern. Das dürfte den dort Sitzenden nicht gefallen. So bleiben Bucheggers Zeichnungen weitgehend unbeachtet.

Gleich daneben hängt schon seit Jahren völlig zu Recht unbeachtet ein Werk des deutschen Hammer- und Nagelvirtuosen Günther Uecker. Die Martinskirche besingt diese Zumutung: „Ein unter einem Nägelhagel berstender Davidstern erinnert an den Kruzifixus und zugleich an die Schuld der Kirchen gegenüber den Juden bis zu ihrer Ausgrenzung und Ausmordung in der Zeit des Nationalsozialismus – auch der Juden und Judenchristen unsrer Stadt.“

Bersten tut da gar nichts. Man nehme einen Praktikanten, der zwei aus Schweißdraht gebildete Dreiecke zu einem Davidstern zusammenlötet, lege das auf eine Platte, streue – natürlich kunstvoll – eine Handvoll Zimmermannsnägel drüber, bedecke das Ganze mit einem Fließpapier, begieße dieses und lasse es trocknen. Fertig! Man könnte meinen, dass die eigentliche Kunst darin besteht, Käufer/innen zu finden, die dafür einen vier- bis fünfstelligen Betrag hinblättern.

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Erstellt:
17. Februar 2018, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
17. Februar 2018, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. Februar 2018, 01:00 Uhr

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