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Pippi in Käsperle-Land

Umzug und Kinderfasnet der Gomaringer Narren

Auf- und Einheiz-Musik tönt durch die Gomaringer Silcherstraße, am Samstag gegen 14 Uhr. Die Käsperle laden zur Straßenfasnet ein – dem Umzug für die Kleinen. Zum ersten Mal geht der Zug von hier aus.

15.02.2010
  • Jürgen Jonas

Hin zum Ziel Kulturhalle. Oberkasper Dietmar Rau greift zum Mikrofon, heitert die Menge auf. Die Kälte ist groß. Der Winter ist zäh, „wenn man nix getan hätte, wär’s noch schlimmer gekommen“. Lange Unterhosen können ein wenig helfen, Mut macht der Ruf „Käsperle“, worauf erwidert wird: „Sei still!“ Die Jugend dreht Polonaisen zu den Fasnets-Hits, die aus den Boxen kommen. Nachwuchskäsperle Lars Kurz trägt eine Tasche, wohlgefüllt mit Süßigkeiten zum Verteilen.

Die Obrigkeit ist stark vertreten, Der Büttel vorneweg, in schmucker Uniform, wie der Mann, der früher im Dorf die Nachrichten ausschellte. Im zivilen Leben heißt er Martin Baumann, als Uniformträger führt er den Zug an. „Keiner schleicht sich am Büttel vorbei!“ ordnet Rau an. Die Käloka, die Lumpenkapelle der Käsperle, führt den Zug an, die Musikanten kommen aus Gomaringen, auch aus Gönningen und Nehren. Die Käsperle sind umringt von anders Verkleideten, viele Hexen darunter, Vampire, Gespenster, Schmetterlinge, eine orientalische Schönheit und ein Feuerwehrmann, ein schnurrbärtiger Polizist und eine Verkehrspolizistin, Cowboys und Indianer sowieso.

Thomas Wurster vom Polizeiposten lenkt den Strom, im Einsatzwagen vorneweg fahrend, durch die Schießmauerstraße in die Mozartstraße. Rucki-Zucki spielt die Käloka.

Der Zug wächst an, die Rätschen locken, Wurster schätzt die Zahl auf 200. Am Ende der Straße geht die Prozession um einen Baum herum. Gymnastik zu Fasnetshits. Das Lied vom roten Pferd, das die Fliegen mit dem Schwanz abwehrt. Rau nimmt Pippi Langstrumpf auf den Arm und teilt das Mikro mit ihr. Beziehungsweise mit Jule Annabel Hummel. Das Mädchen ist fünf Jahre alt und kann das ganze „Liad vom Käsperle“ auswendig singen. Eine kleine Frucht der intensiven Zusammenarbeit der Zunft mit dem Linsenhof-Kindergarten, sagt Rau. Seine Narren legen Wert auf gute Arbeit mit den Jungnarren, für die Heidi Klett verantwortlich ist.

Der Lindwurm wälzt sich zurück, die Straße hoch, am Sportgelände vorbei. Vor der Kulturhalle warten schon viele närrisch Gestimmte. Einlass. Platzfindung. Es wird voll. Das Programm beginnt. Der Einmarsch. Mit der lautstarker Käloka. Begrüßung durch „Onkel Dietmar“. Die Jugendliche Lisa Marie erzählt inmitten ihrer Kollegen auf der Bühne die Käsperle-Story, Bauchredner Udo taucht mit seinem hübschen Vogel Rudi auf, die, beides sonnige Gemüter, das Publikum anstrahlen. Allroundunterhalter Udo Strohmaier tritt dann noch als Jongleur und als Fakir auf.

Zum Käsperletanz tritt eine leibhaftige Kuh an, „ein sehr gutes Team“, bestehend aus Hinterteil (Julia Alznauer) und Kopf (Nicole Scherer). Die Nasa-Gruppen (Narrensamen) beherrschen das Feld. Es wechseln sich Showtänze der Käsperle-Minis, der Midis und der Moving Punches ab mit Tänzen, die das Publikum mitbestreiten darf. Frohsinn reichlich, aber zu essen gibt es auch. Leckere Pommes frites, Kaffee und Kuchen für Eltern, Oma und Opa.

„Alles zu kinderfreundlichen Preisen“, betont Rau. „Wir gehen von dem Grundsatz aus: Für Kinder reichen bei uns fünf Euro für Eintritt, Essen und Getränk“, formuliert es Udo Strohmaier. Den Schluss macht die wiederum von ihm und seinem Rudi angeführte große Schoko-Polonaise. Ein kurzweiliger Nachmittag. Viele Helfer machten das möglich. So gegen 18 Uhr ist Ende für die Kinderabteilung, später werden die Erwachsenen antreten, zur Hallenfasnet.

Umzug und Kinderfasnet der Gomaringer Narren
Ob’s hilft, gegen die Kälte anzulärmen? Die Goamringer Käsperle haben es jedenfalls probiert. Bild: Rippmann

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15.02.2010, 12:00 Uhr
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