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Planung

Umstrittene Wege zum Wohnungsbau

Während OB Fritz Kuhn auf Verdichtung im Innern setzt, schließen manche Fraktionen neue Baugebiete nicht aus.

04.10.2019

Von DANIEL GRUPP

Stuttgart. Gemeinderat und Verwaltung tun sich schwer, eine Antwort auf den Wohnungsmangel in Stuttgart zu finden. Das wurde im Städtebauausschuss deutlich. OB Fritz Kuhn (Grüne) versuchte, das Gremium zu einer Entscheidung zwischen Innenverdichtung und neuen Bauflächen im Außenbereich zu zwingen: „Sie sollten alle mal sagen, was Sie wollen.“ Da müsse man Farbe bekennen, ob auf dem Birkacher Feld 8000 Wohnungen gebaut werden sollen. Wie in der Debatte um den Klinikskandal reagierte Kuhn auf den SPD-Wahlkampf. Die Genossen hatten ihn bei Themen wie Wohnungsnot in die Verantwortung genommen.

Nach Einschätzung der Verwaltung können über vorhandene Grundstücke und Nachverdichtung bis 2030 rund 23 000 Wohneinheiten (WE) erstellt werden. Die SPD hatte 30 000 Wohnungen gefordert. „Sie müssen schon sagen, wo man zusätzlich 10 000 Wohnungen bauen kann“, sagte Kuhn. „Die Grünen wollen die Außenentwicklung stoppen“, erklärte Beate Schiener. Es gelte den Bodenpreis niedrig zu halten. 20 000 Wohnungen seien im Übrigen bis zu 45 000 neue Einwohner. Auch Christoph Ozasek von der Links-Fraktion setzt auf Verdichtung. „Stuttgart verträgt 120 bis 150 WE pro Hektar.“ Derzeit liegt die Verdichtung bei 86 WE auf 10 000 Quadratmeter.

Kuhns Ansatz, Innen- gegen Außenentwicklung, akzeptierten Alexander Kotz (CDU) und Martin Körner (SPD) nicht. Der Schwerpunkt soll auf Innenentwicklung liegen, aber man wolle die Stadtränder nicht ausschließen. Zumal dies, wenn ein ÖPNV-Anschluss vorhanden ist, ökologischer wäre, als in der Region „große Klötze“ zu bauen, so Körner. Daniel Grupp

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Erstellt:
4. Oktober 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
4. Oktober 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 4. Oktober 2019, 06:00 Uhr

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