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Problem-Derby erst um 18 Uhr

Ulmer Gastspiel in Reutlingen parallel zum Erstliga-Heimspiel des VfB Stuttgart angesetzt

Wegen befürchteter Randale der verfeindeten Fans müssen alle Fußballfreunde einen ungewöhnlichen Anstoßtermin des Oberligaderbys hinnehmen. Am Sonntag (18 Uhr) gastiert der SSV Ulm 1846 in Reutlingen.

14.10.2015
  • Wolfgang Gattiker

Reutlingen. Fans diktieren die Anstoßzeit: Das brisante Derby zwischen dem SSV Reutlingen Fußball und dem SSV Ulm 1846 Fußball (beide Fußballsektionen wurden aus dem jeweiligen Gesamtverein ausgegliedert und sind rechtlich selbstständige Vereine) musste wegen befürchteter Randale auf die ungewöhnliche Anstoßzeit von Sonntag um 18 Uhr verlegt werden.

Polizei und Württembergischer Fußballverband (WFV) wollen verhindern, dass die mit der Reutlinger „Szene E“ befreundeten Ultras des „Commandos Cannstatt“ anreisen – Bundesligist VfB Stuttgart spielt zeitgleich gegen Ingolstadt in der Mercedes-Benz-Arena.

Auf knapp 2000 Zuschauer hofft Gastgeber SSV Reutlingen am Sonntagabend. Man setzt darauf, dass der eine oder andere Zuschauer und Spieler der um 15 Uhr startenden unterklassigen Amateurspiele noch an der Kreuzeiche zum Klassiker vorbeischaut.

Ob die Kulisse vom Montagabend in Reutlingen (2800 Fans sahen das 2:2 der deutschen U 19 gegen Schottland) erreicht werden kann, erscheint durchaus fraglich. Zumal weder die Kreuzeichekicker (0:1 in Hollenbach) noch die Ulmer (1:1 bei Schlusslicht Friedrichstal) Werbung machen konnten. Doch mit einem Derby-Sieg könnte Ulm (noch zwei Nachholspiele) wieder oben in der Tabelle angreifen. Der auswärts noch sieglose Reutlinger SSV steckt im grauen Tabellen-Mittelfeld fest, hat daheim aber vier von fünf Partien gewonnen und hofft auf seine Heimstärke gegen die auswärts noch unbesiegten Schwarz-Weißen

Das Reutlinger Eigengewächs Tom-Patrick Schiffel hofft auf einen Erfolg seiner Schwarz-Rot-Weißen: „Ich kenne das Derby, die meisten meiner Mitspieler aber nicht. Ein Sieg in diesem Derby zählt immer.“

Ulmer Gastspiel in Reutlingen parallel zum Erstliga-Heimspiel des VfB Stuttgart angesetzt
Im Mai zündeten Ulmer Ultras Bengalos in ihrem Block. Kurz vor Schluss kam es zu einem Eklat, als Ulmer Chaoten das Spielfeld stürmten. Das soll sich am Sonntag nicht wiederholen.Archivbild: Grundler

Der letzte Reutlinger Derby-Sieg gelang noch in der Regionalliga: Am 14. August 2009 sahen 5000 Fans das 3:1. Drei der letzten fünf Duelle gewann Ulm, zwei endeten remis. In der Gesamtbilanz nach 53 Pflichtspiel-Derbys hat Ulm die Nase vorn: 23 Mal siegten die „Spatzen“, zwölf Mal trennte man sich remis und 18 Mal landete Reutlingen einen Sieg. Das Torverhältnis spricht mit 96:93 für Ulm, die meisten klaren Siege feierte aber Reutlingen – etwa im Oberliga-Meisterjahr 2006 das 5:1 im Donaustadion. Zwei Mal trafen die Nachbarn im Bundesliga-Unterhaus aufeinander: Am 8. Dezember 2000 trafen beim 2:2 vor 12 740 Zuschauern Becker und Traub für Reutlingen, Leandro Fonseca und Scharinger für Ulm. Im Rückspiel gewann Reutlingen mit 3:2, die Ulmer stiegen ab und mussten anschließend die erste ihrer mittlerweile drei Insolvenzen anmelden.

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14.10.2015, 12:00 Uhr
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